Finanzausgleich: Österreichische Ärztekammer appelliert an Bundesregierung

ÖÄK-Wechselberger fordert breiten Diskussionsprozess

Wien (OTS) - Die vorliegenden 15a-Vereinbarungen werden aus Sicht der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) langfristig negative Folgen für das gesamte österreichische Gesundheitssystem mit sich bringen. ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger habe sich daher in einem Brief an Bundeskanzler Kern und die gesamte Bundesregierung gewandt.

Wechselberger warnte in einer Aussendung am Dienstag neuerlich davor, für Länder und Krankenkassen eine Monopolstellung bei der Kassenstellen-Planung festzuschreiben: „Die Sozialversicherung hat nur Sparziele vor Augen, auch wenn es um zeitgemäße und patientennahe Versorgungsziele geht. Wir als Ärztevertreter haben hingegen stets den Finger in die Wunden gelegt und aufgezeigt, wo es an medizinischer Versorgung der Bürgerinnen und Bürger fehlt.“ Dies sei jedoch nur eine von vielen falschen Weichenstellungen der geplanten 15a-Vereinbarungen. Wechselberger forderte daher dringend einen breiten Diskussionsprozess mit der Ärzteschaft: „Die Ärzte wissen, wo der Schuh drückt, sie sind daher in die politische Diskussion einzubinden.“

„Wir werden die Öffentlichkeit wachrütteln und dafür sensibilisieren, sich gegen eine Verschlechterung der heimischen Gesundheitsversorgung zu wehren. Für die Bevölkerung geht es primär um ihre Gesundheitsziele, die nicht geopfert werden dürfen, nur um Budgetziele zu erreichen“, so der ÖÄK-Präsident abschließend. (ar/bs)

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