1.000. „Tatort“: Maria Furtwängler und Axel Milberg auf einem Höllentrip im „Taxi nach Leipzig“

Jubiläumsfall am 13. November in ORF 2

Wien (OTS) - Nach 46 Jahren ist der „Tatort“ nicht nur die älteste, sondern auch nach wie vor die beliebteste Krimireihe im deutschsprachigen Fernsehen. Und so steht am Sonntag, dem 13. November 2016, um 20.15 Uhr in ORF 2 (auch als Hörfilm) mit dem 1.000. Fall ein großes Jubiläum auf dem Dienstplan. Im neuesten NDR-Krimi lässt Drehbuchautor und Regisseur Alexander Adolph die Hannoveraner Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) und den Kieler Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) erstmals gemeinsam ermitteln – und schickt die beiden auf einen Höllentrip im „Taxi nach Leipzig“. Damit kehrt das Erfolgsformat zu diesem Jubiläum zu seinen Ursprüngen zurück, ist der Folgentitel doch derselbe wie jener des allerersten „Tatorts“ mit Kommissar Paul Trimmel (Walter Richter) aus dem Jahr 1970.

Im „Taxi nach Leipzig“ werden die beiden Kommissare mit einem ehemaligen Elitesoldaten konfrontiert, der sich nach seinem Einsatz in Afghanistan an seiner Exfreundin rächen will, bevor ihre Hochzeit mit einem Kameraden stattfindet. In weiteren Rollen spielen u. a. Florian Bartholomai, Hans Uwe Bauer, Luise Heyer, Trystan W. Pütter und Christian Beermann. Ein Wiedersehen mit ehemaligen „Tatort“-Protagonisten versprechen Kurzauftritte von u. a. Karin Anselm (Kommissarin Hanna Wiegand), Günter Lamprecht (Hauptkommissar Franz Markowitz), Hans Peter Hallwachs (Bösewicht) und Friedhelm Werremeier, dem Autor des ersten Films.

Maria Furtwängler: „Neue Einblicke ins Innere, auch für mich eine spannende Entwicklung“

Maria Furtwängler über ihre Erinnerungen an den „Tatort“: „Ich habe zu früh meinen ersten ,Tatort‘ gesehen, wahrscheinlich haben meine älteren Brüder nicht aufgepasst, dass die kleine Schwester da von hinten zusah. Ich weiß nicht mehr, welcher ,Tatort‘ das war, aber er war furchtbar unheimlich. Es ist bis heute so geblieben, dass die ,Tatort‘-Melodie bei mir dieses Sich-die-Haare-Aufstellen auslöst. Die kindliche Spannung zwischen ,Ich würde das gern schauen‘ und ,Ich halt das eigentlich gar nicht aus‘ lebt ja auch bei den meisten erwachsenen Zuschauern noch weiter.“ Im aktuellen Fall von „Taxi nach Leipzig“ gerät Charlotte Lindholm unvermittelt in einen lebensbedrohlichen Alptraum. Wie sie damit umgeht? „Kontrollverlust ist eine der unangenehmsten menschlichen Erfahrungen. Einerseits sehnen wir uns danach – Leute nehmen Drogen oder betrinken sich mit Alkohol –, andererseits ist es der absolute Alptraum, wenn jemand anders uns komplett in der Hand hat. Für Charlotte ist diese Situation besonders prekär, weil sie ja jemand ist, der stets alles unter Kontrolle zu bekommen versucht: ihr Leben, ihre Gefühle. Der Blick darf tief gehen, das Unwohlsein bei Charlotte darf umso größer sein. Neue Einblicke ins Innere, auch für mich eine spannende Entwicklung.“

Axel Milberg: „Tatort“ als Begleitmusik

Wo für Axel Milberg die „Tatort“-Zukunft liegt? „Der ,Tatort‘ als Polizeifilm bietet an, dass innerhalb von 88 Minuten ein Mordfall gelöst wird. Lösung. Zugriff. Aufklärung. Der oder die Täter sind dann tot oder kommen vor ein Gericht und dann ins Gefängnis. Der Montag nach dem ,Tatort‘ beginnt also mit der Gewissheit: Ja, das Böse gibt es, aber es wird bestraft. Die Welt, wie sie in den aktuellen Nachrichten abgebildet ist, ist im Moment besonders grausam und bedrohlich. Keineswegs werden die Mörder bestraft; sie sind in vielen Ländern die Machthaber, führen Kriege und halten ihre Bevölkerung wie Geiseln. Korruption, Sadismus und Unberechenbarkeit in nichtdemokratischen Staaten lassen die schutzsuchende Bevölkerung in ihrer Not allein. Rufst du in vielen Ländern die Polizei, kommt das Problem, nicht dessen Lösung. Die Worte des Seminarleiters, gespielt von Günter Lamprecht, könnten also nicht besser gewählt sein. Die Hoffnung, von der er spricht, ist, dass die Polizei auch in Zukunft Sicherheit gewährleistet, und dafür bekommt sie Dankbarkeit und Anerkennung. Klingt nach Sonntagsrede, klar, aber ich denke, dass diese einfachen Sätze tatsächlich ein Gefühl der Bevölkerung wiedergeben. Gerade heute. Der ,Tatort‘ ist eine Begleitmusik dazu, manchmal Militärmarsch, manchmal was Leichtes.“ Und Milberg über den aktuellen Fall: „Diese Situation ist ungewöhnlich. Borowski ist eine Geisel. Und eine Kollegin neben ihm, die provoziert, ihre Gefühle nicht kennt, traumatisiert scheint. Also muss er für sie mitentscheiden. Naja, während ich dies sage, denke ich, sie sind sich vielleicht doch ähnlich. Das Besondere hier ist: Der Gegner ist ein Kriegsveteran, seine tödliche Gefährlichkeit steht im Gegensatz zu seiner Sehnsucht nach Liebe.“

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Es ist schon dunkel – und sie stehen an einer Bushaltestelle:
Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) und Klaus Borowski (Axel Milberg) – zwei Hauptkommissare, die einander weder kennen noch kennen lernen wollen. Aus unterschiedlichen Gründen haben sie gerade ein Polizeiseminar verlassen. Charlotte hat ein privates Rendezvous. Borowski flüchtet vor einem penetranten Seminarteilnehmer, dem alternden Polizisten Affeld (Hans Uwe Bauer). Alle drei landen im Taxi eines wütenden und hochaggressiven Mannes. Der hat gerade erfahren, dass die Liebe seines Lebens morgen seinen Todfeind heiraten wird. Es ist keine gute Idee, diesen Mann zu provozieren. Affeld tut es trotzdem. Kurze Zeit später ist er tot. Borowski und Lindholm sitzen gefesselt auf der Rückbank. Und so unterschiedlich sie die Situation einschätzen, in einem Punkt sind sie sich einig:
Wenn sie den Fahrer nicht stoppen, werden sie sterben.

„Tatort“ ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand (zwischen 20.00 und 6.00 Uhr) und auch als Live-Stream abrufbar.

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