- 10.11.2016, 14:18:39
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Nationalrat – Oberhauser versichert, „gut auf unser Gesundheitssystem aufzupassen“
Ministerin trotz gesundheitlicher Einschränkungen „mit Freude an der Arbeit“ – Dank an UnterstützerInnen – Will mit Primärversorgung Arbeit im niedergelassenen Bereich erleichtern
Utl.: Ministerin trotz gesundheitlicher Einschränkungen „mit Freude
an der Arbeit“ – Dank an UnterstützerInnen – Will mit
Primärversorgung Arbeit im niedergelassenen Bereich
erleichtern =
Wien (OTS/SK) - Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser hat heute,
Donnerstag, im Nationalrat einen Einblick in ihre persönliche
Situation und in jene des österreichischen Gesundheitswesens gegeben.
„Ich freue mich wahnsinnig, heute wieder hier sein zu können“, sagte
die Ministerin, für die es nicht leicht ist, die parlamentarischen
Abläufe nur zuhause vor dem Fernseher verfolgen zu können, „weil mir
meine Arbeit Spaß macht“. Oberhauser sprach allen UnterstützerInnen
ihren großen Dank aus, insbesondere den Abgeordneten, die ihr laufend
Berichte aus dem Parlament zukommen lassen: „Es baut auf, wenn auch
Menschen, mit denen man nicht immer einer Meinung ist, mit mir
gemeinsam einen nicht immer einfachen Weg gehen.“ Die
Gesundheitsministerin sagte, sie bemühe sich, ihren Verpflichtungen
nachzukommen, aber bitte um Verständnis, wenn sie sich einmal
entschuldigen muss. Dank sprach sie auch ihrem Büro aus, das den
Arbeitsplatz oft an Oberhausers Küchentisch verlege - „keine
Selbstverständlichkeit“ für die Ministerin. Zudem versicherte
Oberhauser, das Gesundheitssystem weiterentwickeln zu wollen und „gut
darauf aufzupassen“. ****
In Österreich haben 320.000 Menschen Krebs, nicht alle seien in der
Situation, dass es ihnen der Arbeitgeber so wie ihr ermöglicht,
weiterzuarbeiten. Oberhauser appellierte daher an ArbeitgeberInnen,
Menschen, die weiterarbeiten möchten, zu unterstützen, aber
„keinesfalls Menschen, die krank sind, unter Druck zu setzen oder mit
dem Verlust ihres Arbeitsplatzes zu bedrohen“. Was man braucht, sei
ein funktionierendes Gesundheitswesen, in dem Menschen aller
Berufssparten mit großer Empathie und Freude arbeiten, bedankte sich
Oberhauser für das gute Umfeld, in dem sie versorgt wird.
Zur Gesundheitspolitik im Allgemeinen sagte Oberhauser, dass die
Anmerkungen ihrer VorrednerInnen etwa in Sachen Primärversorgung die
Zerrissenheit im Gesundheitswesen widerspiegelten: So ressortiere die
Ausbildung der MedizinstudentInnen an der Uni im
Wissenschaftsministerium, das Ärztearbeitszeitgesetz falle ins
Ressort des Sozialministeriums. Auf diese Bereiche, wie auch auf die
Frage der Wartezeiten für MRT- oder CT-Untersuchungen habe das
Gesundheitsministerium wenig Einfluss, außer, indem alle Beteiligten
von der Ärztekammer bis hin zu den Instituten an einen Tisch gebeten
werden. In Sachen Wartezeiten sei bereits eine Entspannung der
Situation eingetreten, so Oberhauser. Im Zusammenhang mit der
Eröffnung des Kinderambulatoriums Augarten, das kinderärztliche
Versorgung auch an Wochenenden und in Randzeiten ermöglicht und gegen
das sich die Ärztekammer zehn Jahre lang quergestellt hatte, sagte
die Ministerin, dass ein Interessensausgleich sehr oft machtpolitisch
motiviert sei. Man müsse aber vielmehr daran arbeiten, „PatientInnen
gut zu versorgen“, statt machtpolitisch zu agieren.
Oberhauser versicherte, in der Frage der Primärversorgung „Strukturen
zu schaffen, die es AllgemeinmedizinerInnen - in Kooperation mit
Gesundheitsberufen - erleichtert, im niedergelassenen Bereich zu
arbeiten“. (Schluss) bj/mb
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