Journalistinnenkongress 6: Politische Kommunikation: Fakten auf den Einzelnen herunterbrechen

Journalistin Schnabl-Wunderlich: „Bei Brexit und Trump geht es um Stimmungen“

Wien (OTS) - Der überraschende Sieg Donald Trumps diente als Beispiel beim Workshop „Politische Kommunikation“ beim 18. Journalistinnenkongress im Haus der Industrie in Wien. „Reden wir an unserem Publikum vorbei?“, fragte Workshop-Leiterin und ORF-Moderatorin Susanne Schnabl-Wunderlich in die Runde.

„Unsere Aufgabe ist es, komplexe Inhalte möglichst einfach aufzubereiten“, sah Michaela Berger, Sprecherin des Bundesministeriums für Finanzen, den Schlüssel für erfolgreiche Kommunikation. Die Schlüsselfrage für Journalistinnen und Journalisten bei ihrer Beitragsgestaltung: „Was hat das Thema mit dem Rezipienten zu tun?“ Den Menschen müsse etwa anschaulich vermittelt werden, wie sich eine Steuerreform auf ihre Geldbörse auswirkt.

„Politiker müssen nicht nur Menschen überzeugen, sondern emotional berühren“, konkretisierte die Kommunikationschefin der Grünen, Karin Strobl.

Besonders beim Thema Brexit haben für Strobl die Medien in ihrer Rolle als Säule der Demokratie versagt. Nicht nur die Jagd nach Schlagzeilen dürfe im Vordergrund stehen. Vielmehr müssten Medien Gefühle aufnehmen und analysieren: nicht den Rechtspopulisten das Feld überlassen, sondern mit einem positiven Bild entgegenwirken – das hätte sich Strobl gewünscht.

Um das Urheber-, Nutzungs- und Lizenzrecht für Fotos ging es im Workshop „Between Facts, Fakes and Fancy – was Bilder leisten müssen“. Unwissenheit über die Urherberrrechte schützten keineswegs vor Strafe, sagte Luzia Strohmayer-Nacif von APA PictureDesk. Weitere Workshops fanden zu den Themen „Persönliche Reputation als Grundlage des Vertrauens“ und „Die Welt mit beiden Augen sehen - oder wie geht konstruktiver Journalismus?“ statt.

Birgit Samer, Heike Rössler, Youngstars bei 18. Journalistinnenkongress

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