Welt-Pneumonie-Tag: Mit einer Lungenentzündung spielt man nicht

Umfrage zeigt: Österreicher erkennen kaum ein Erkrankungsrisiko und wissen wenig über Prävention. Fünf Tipps zur Vorbeugung einer Lungenentzündung sollen Wissen stärken.

Wien (OTS) - Mit dem Alter steigt das Erkrankungsrisiko für eine Lungenentzündung. [1] Dieses Bewusstsein und das Wissen über mögliche schwerwiegende Folgen sowie Schutzmaßnahmen fehlt den meisten Österreichern jedoch, wie die aktuelle Umfrage „PneuVUE®“ zeigt. [2] Anlässlich des Welt-Pneumonie-Tags am 12. November soll daher das Bewusstsein für die Erkrankung und sinnvolle Präventionsmöglichkeiten geschärft werden. Fünf Tipps zur Vorbeugung einer Lungenentzündung dienen als Unterstützung. 

In Österreich müssen jedes Jahr rund 30.000 Menschen wegen einer Lungenentzündung (med: Pneumonie) ins Krankenhaus. Über 900 starben im letzten Jahr sogar daran. Das sind in etwa doppelt so viele Personen, wie jedes Jahr bei Autounfällen ums Leben kommen. [3] In Europa zählt die Lungenentzündung sogar zu den häufigsten Todesursachen infolge einer Infektion. [4] Eine Entzündung des Lungengewebes ist also alles andere als harmlos. Außerdem kann sie ansteckend sein. Denn Auslöser sind meist Bakterien, Viren oder Pilze. Zu den häufigsten Erregern zählen die sogenannten Pneumokokken. Das sind Bakterien, die über Tröpfcheninfektion leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden und schwere Infektionen verursachen können. So geht etwa die Hälfte aller Todesfälle aufgrund einer Lungenentzündung auf das Konto von Pneumokokken. [5]

„Lungenentzündung betrifft mich nicht“

Eine Lungenentzündung kann prinzipiell jeden treffen. Besonders gefährdet sind allerdings Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, darunter vor allem Ältere und chronisch Kranke. Höheres Alter wird aber kaum als Risikofaktor für eine Lungenentzündung erkannt. Das zeigt die aktuelle Umfrage „PneuVUE®“, die in neun europäischen Ländern, darunter Österreich, bei über 9.000 Menschen über 50 Jahren durchgeführt wurde. [2] Nur ein Viertel der befragten Österreicher sieht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für über 50-Jährige und nur etwa die Hälfte (52%) halten über 65-Jährige für überdurchschnittlich gefährdet. Fragt man konkret nach dem persönlichen Risiko, offenbart sich eine „Das-kann-mir-doch-nicht-passieren“-Mentalität: Insgesamt sehen nur 12 Prozent der Befragten ein Risiko, selbst an einer Lungenentzündung zu erkranken.

„Warm anziehen“

Im Rahmen der Befragung wurde auch untersucht, wie es um das Wissen um präventive Maßnahmen, einschließlich Impfung, bestellt ist. Das Ergebnis ist ernüchternd. Denn die Hälfte der Befragten (51%) geht generell davon aus, dass Lungenentzündungen nur behandelt und nicht vorgebeugt werden können. In Bezug auf vorbeugende Maßnahmen stuft der Großteil der restlichen Befragten eine gesunde Lebensweise mit Maßnahmen wie „sich fit und gesund halten“ (97%) oder „nicht rauchen“ (86%) richtigerweise als wichtig ein. Daneben werden aber auch anekdotische Maßnahmen wie „sich warm anziehen“ (81%) und „längere Aufenthalte in klimatisierten Räumen vermeiden“ (63%) als wesentlich definiert. Dass man sich gegen bestimmte Formen der bakteriellen Lungenentzündung (ausgelöst durch Pneumokokken) vorbeugend impfen lassen kann, weiß nur ein Drittel (37% bzw. 39% jener mit erhöhtem Risiko*). Und nicht einmal jeder Zehnte gibt an, einen Impfschutz zu haben (9%).   

Wunsch nach mehr Information: 5 Tipps zur Vorbeugung einer Lungenentzündung

Was die Umfrageergebnisse ebenfalls zeigen: Gerade einmal jeder zehnte befragte Erwachsene fühlt sich über die Lungenentzündung im Allgemeinen und über deren Risikofaktoren sehr gut informiert. Über eine mögliche Impfung** halten sich noch weniger für sehr gut informiert (7%). Sieben von zehn der befragten Personen gaben an, dass sie gerne mehr Information bekommen würden. Das Wichtigste zur Vorbeugung einer Lungenentzündung daher auf einen Blick: 

  1. Kontakt mit Erkrankten meiden: Eine Lungenentzündung wird häufig durch Bakterien, aber auch durch Viren oder Pilze ausgelöst und ist meist ansteckend. Die Erreger können beim Husten, Sprechen oder Niesen von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Ist das Immunsystem etwa durch eine Erkältung geschwächt, sollten große Menschenansammlungen und Körperkontakt mit erkrankten Personen vermieden werden.
  2. Immunsystem stärken: Das Erkrankungsrisiko für eine Lungenentzündung ist besonders bei Menschen hoch, deren Immunsystem geschwächt ist. Maßnahmen wie gesunde und ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung stärken die eigenen Abwehrkräfte und können das Risiko reduzieren.
  3. Auf das Rauchen verzichten: Bestehende Lungenschädigungen und langjähriges Rauchen können Menschen anfälliger für eine Lungenentzündung machen. Ein Rauchstopp zahlt sich aus!
  4. Hygiene groß schreiben: Generell sollte auf eine ausreichende Hygiene geachtet werden, um das Erkrankungsrisiko zu senken. Dazu gehören unter anderem regelmäßiges Händewaschen und ein Desinfizieren der Hände, etwa nach jeder Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  5. Impfstatus prüfen: Als häufigster Auslöser einer Lungenentzündung gelten Pneumokokken. Eine Pneumokokken-Impfung kann daher vor bestimmten bakteriellen Lungenentzündungen, ausgelöst durch Pneumokokken, schützen.** Der österreichische Impfplan empfiehlt eine Pneumokokken-Impfung für Kinder ab dem dritten Lebensmonat und für alle Erwachsenen ab dem 51. Lebensjahr. Für immungeschwächte Menschen sowie jene, die ein erhöhtes Risiko aufgrund einer chronischen Erkrankung (z.B. Diabetes oder COPD) haben, ist die Impfung in allen Altersgruppen besonders dringend empfohlen.   

    Bis 31. März 2017 läuft in österreichischen Apotheken eine Impfaktion, im Rahmen derer Pneumokokken-Impfstoffe vergünstigt bezogen werden können. Das Land Salzburg unterstützt die Aktion darüber hinaus bis 31. Dezember 2016 in Form eines Zuschusses von 20 Euro für einen der Pneumokokken-Impfstoffe. Nähere Informationen gibt es in den österreichischen Apotheken. 

Weitere Informationen zur Umfrage „PneuVUE®“, sowie Hintergrundinformationen und Grafiken zum Thema Lungenentzündung sind auf http://www.pfizer.at/news-medien/presse-mappen.html verfügbar. 

Pfizer – Gemeinsam für eine gesündere Welt

Wenn Menschen krank werden, kann sich vieles für sie verändern – ein oft schwieriger Weg beginnt. Bei Pfizer arbeiten rund 97.000 Mitarbeiter weltweit daran, Patienten auf diesem Weg zu unterstützen. Sie erforschen, entwickeln und vertreiben moderne Arzneimittel und Impfstoffe zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten wie Krebs, Rheuma oder Schmerz. Das Unternehmen mit Hauptsitz in New York erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 48,9 Milliarden US-Dollar. In Österreich beschäftigt Pfizer derzeit rund 500 Mitarbeiter an zwei Standorten: Dem Vertriebsstandort in Wien und dem Produktionsstandort für Impfstoffe in Orth an der Donau. Um mehr über Pfizer zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at.  

Quellen:

[1] Torres et al. Which individuals are at increased risk of pneumococcal disease and why? Impact of COPD, asthma, smoking, diabetes, and/or chronic heart disease on communityacquired pneumonia and invasive pneumococcal disease. Thorax.2015; 0:1–6.

[2] PneuVUE® (Adult Pneumonia Vaccine Understanding in Europe)-Studie. Neue Sichtweisen der Pneumonie bei älteren Erwachsenen, durchgeführt von Nov 2015 bis Feb 2016 von Ipsos Mori, im Auftrag von Pfizer. Insgesamt wurden 9.029 Personen 50+ aus neun europäischen Ländern befragt, in Österreich haben 1.000 Personen teilgenommen.

[3] Statistik Austria 2015

[4] European Respiratory Society (ERS). European Lung White Book – Chapter 18. Accessible at: http://www.erswhitebook.org/chapters/acute-lower-respiratory-infections/pneumonia/ [Last accessed: Feb 2016]

[5] Verein zur Förderung der Impfaufklärung (VFI) 

*Ein erhöhtes Infektionsrisiko haben laut Österreichischem Impfplan des BM für Frauen und Gesundheit Menschen mit chronischen Erkrankungen (z.B. Herz-Kreiskreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus etc.) und immungeschwächte Personen. Nähere Informationen: www.bmgf.gv.at/home/Impfplan

**Eine Pneumokokken-Impfung kann nur vor Lungenentzündungen schützen, die durch die im Impfstoff enthaltenen Pneumokokkenstämme verursacht werden.

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