Sicherheit auf Schiene

Partnerschaft zwischen dem Innenministerium und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wird in der Initiative „GEMEINSAM.SICHER mit Ihren ÖBB“ fortgesetzt.

Wien (OTS) - „Vor 40 Jahren hat man die Polizei als Notbremse verstanden – sie ist erst dann zum Einsatz gekommen, wenn bereits etwas passiert ist“, sagte Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka am 7. November 2016 am Hauptbahnhof in Wien bei der „Taufe“ einer Taurus-Lok, die mit einem Motiv der Initiative „GEMEINSAM.SICHER mit Ihren ÖBB“ versehen ist. „Vor zwanzig Jahren ist ein zweites Gleis dazugekommen, nämlich die Prävention. Bei der Initiative ‚GEMEINSAM.SICHER in Österreich‘ stellen wir jetzt die Weichen für mehr Bürgerbeteiligung und Bürgernähe.“ Ziel sei es, möglichst viele gesellschaftliche Akteure in die Gestaltung der öffentlichen Sicherheit mit einzubeziehen. „Deshalb sind wir froh, in den Österreichischen Bundesbahnen einen starken und verlässlichen Partner zu haben“, sagte Sobotka. „Diese Lok unterstreicht die jahrelange enge und gute Partnerschaft der ÖBB mit dem Innenministerium. Gemeinsam sorgen wir für die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitern. Dafür möchte ich dem Innenministerium und der Polizei herzlich danken“, erklärte Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB.

Eine moderne Polizei entwickelt sich mit der Gesellschaft. Dafür muss sie mit den Menschen im Land in Verbindung stehen. Das geht über die Verhinderung und Verfolgung von Straftaten hinaus. Das Bürgerbeteiligungsmodell „Sicherheitspartnerschaft“ im Rahmen von „GEMEINSAM.SICHER in Österreich“ soll einen regelmäßigen und anlasslosen Dialog auf Augenhöhe gewährleisten, der Vertrauen schafft. Auf diesem Fundament kann ein Austausch von Anliegen und Informationen stattfinden, der Sicherheit und sozialen Frieden fördert. Die Sicherheitspartnerschaft in Österreich zielt darauf ab, Netzwerke zu fördern, in denen Polizei und Bevölkerung zusammenarbeiten und die Sicherheit in ihrem Umfeld gemeinsam gestalten.

Die Zusammenarbeit zwischen den ÖBB und dem Innenministerium bzw. der Polizei wurde 2005 in einer Kooperationsvereinbarung festgelegt. Sie sollte etwa der Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung dienen, das Sicherheitsgefühl der Kunden und Mitarbeiter der ÖBB heben, der Entwicklung von Kriminalität und Terrorismus vorbeugen und das Entdeckungsrisiko für Störer und Straftäter erhöhen.
Maßnahmen sind etwa die koordinierte Bestreifung und Schwerpunktaktionen der Polizei und der „Mungos – Security“ der ÖBB sowie kriminalpräventive Veranstaltungen und Hinweise durch Lautsprecherdurchsagen und auf Infoscreens. Bei regelmäßigen, gemeinsamen Übungen wird die Zusammenarbeit für verschiedene mögliche (Krisen-) Situationen geprobt.
Auch bei Veranstaltungen gibt es eine enge Zusammenarbeit. Werden zum Beispiel vor und nach einem Fußballspiel viele Fans transportiert, werden diese von „szenekundigen“ Polizistinnen und Polizisten begleitet. Die „Task-Force Buntmetalldiebstahl“ hält seit zwei Jahren regelmäßig Arbeitsgruppensitzungen zur Bekämpfung des Buntmetalldiebstahles aus Gleisanlagen ab – mit dem Ergebnis, dass die Zahl dieser Vorfälle stark reduziert wurde.

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