Neues Volksblatt: "Verhandlungssache" von Harald ENGELSBERGER

Ausgabe vom 8. November 2016

Linz (OTS) - Schauplatz Finanzministerium: Das punktgenaue Finale zum Finanzausgleich hat eindrucksvoll gezeigt, wie man erfolgreich Verhandlungen zu Ende bringt. Die handelnden Personen Schelling, Pühringer, Mödlhammer und Co haben sich zusammengesetzt, ihre Forderungen auf den Tisch gelegt, geredet und wahrscheinlich auch diskutiert und Kompromisse ausgemacht, die letztlich alle zufrieden stellen. Lobgesänge von allen Seiten sind die logische Folge. Schauplatzwechsel ins Sozialministerium — oder, wie man es nicht macht: Die fehlende Lösung zur Mindestsicherung quält das Land nun schon seit Monaten. Der zuständige Minister Stöger redet zuerst mit den falschen Leuten, versucht dann endlich einige Argumente aufzugreifen, verfällt mangels Zustimmung in bockige Sturheit und versucht schließlich eine Lösung sogar mittels Ultimatum zu erzwingen. Von Ergebnis oder Kompromiss weit und breit keine Spur – übrig bleibt Rat- und Verständnislosigkeit bei allen Beteiligten. Eine scheinbar endlose Geschichte, zumindest bis Jahresende, denn dann läuft die 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern ohnehin aus.
Die Moral von diesen beiden Geschichten: Wenn sich die richtigen Leute zusammensetzen und miteinander reden, dann lassen sich auch verfahrene Karren wieder flott kriegen. Frei nach dem alt hergebrachten österreichischen Erfolgsmodell: „Durchs Reden kommen d‘Leut zam!“

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