AK Kaske zu ÖBB: „Mehr Bahn denn je ist wichtiger denn je“

Taktverbesserungen machen Bahnreisen attraktiver. Nahverkehr in der Ostregion braucht 130 Züge pro Tag mehr und 170 Garnituren mehr

Wien (OTS) - „Die heute von der Bahn angekündigten Angebotsverbesserungen im Nah- und Fernverkehr sind ganz wichtige Schritte in Richtung eines modernen, umwelt- und fahrgastgerechten Verkehrsangebotes“, sagt AK Präsident Rudi Kaske. Der integrierte Taktplan ist eine langjährige Forderung der AK. Das Umsteigen wird schneller, die Reisezeiten kürzer, die Bahn wird attraktiver. „Mehr Personal an den Bahnhöfen wird dazu beitragen, dass sich die Bahnkundinnen und Bahnkunden sicherer fühlen. „Sicherheit ist wichtig, am Bahnhof und im Zug. Es braucht aber auch mehr Fachpersonal an Bahnhöfen und im Zug, um die Fahrgäste zu betreuen“, so Kaske. Die heute angekündigten Verbesserungen im Nahverkehr, wie etwa die Verdichtung der S3 oder einige Abendzüge mehr sind gute Signale für Pendlerinnen und Pendler. „Doch schon jetzt müssten auch die Weichen für viel mehr Bahnangebote im Nahverkehr der Ostregion für die nächsten Jahre gestellt werden“, so Kaske weiter. Der Bund und die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland beginnen bald mit den Verhandlungen zu den neuen Verkehrsdiensteverträgen. die das Bahnangebot ab 2020 in der Ostregion bestimmen werden. „Da muss eine spürbare Verbesserung beim Angebot für die Pendlerinnen und Pendler gelingen“, so Kaske.

Die Zahl der Ein- und AuspendlerInnen in der Ostregion steigt seit Jahren. Bis 2019 wer-den über 250.000 Menschen täglich in der Ostregion zur Arbeit pendeln. Derzeit fährt nur gut jeder Dritte mit Bus oder Bahn. „Nur mit mehr Bahn kann der wachsende Verkehr in und um Wien für alle Menschen der Ostregion umweltgerecht und mit möglichst wenig Stau bewältigt werden.“ Die AK fordert deshalb, dass mit den neuen Verkehrsdiensteverträgen ab 2020 pro Tag 130 Züge mehr rollen und dass 170 alte Zug-Garnituren ausgetauscht werden. „Hier sind Bund und Länder gefragt“, so Kaske. Aus vier Verkehrs-diensteverträgen zwischen der ÖBB, dem Bund und den Ländern der Ostregion soll möglichst ein transparenter Vertrag aus einem Guss werden. Außerdem bietet die AK der Bahn an, ihr Wissen über die Bedürfnisse der Pendlerinnen und Pendler stärker in die Fahrplangestaltung einzubringen.

„Die Bahn muss so attraktiv werden, dass sie die bessere Alternative zum Auto für noch viel mehr Pendlerinnen und Pendler wird“, so Kaske. „Das Wissen der AK über die Arbeitswege ihrer Mitglieder bringen wir gerne ein, um die Fahrplangestaltung weiter im Sinne der Pendlerinnen und Pendler zu verbessern.“

Rechtzeitig zum Fahrplanwechsel in der Ostregion wird die AK Wien am 7. Dezember an allen wichtigen Bahnhöfen und U-Bahn-Knoten wieder 100.000 Pendlerfahrpläne verteilen.

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