VGT-Demo Salzburg heute: Jagdgatter Mayr-Melnhof das Grausamste Österreichs!

Massentierhaltung und Massenabschlachten bei Gatterjagd, Naturzerstörung im Natura 2000 Gebiet – und die Behörde schaut nur zu!

Wien (OTS) - Stellen Sie sich vor, eine Jagdgesellschaft bläst auf einer Alm zum Halali. Hundemeuten hetzen die Kühe über die Wiesen, auf den Jagdständen sitzen zahlende Jagdgäste, die sich die Gaudi etwas kosten lassen, und ballern auf die vorbeilaufenden Rinder. Da und dort brechen die Tiere zusammen, manche kriechen angeschossen ins Unterholz. Vollkommen verrückte Grausamkeit? Ein total perverser Wahnsinn, der sofort unterbunden gehört? Richtig. Aber genauso lauft die Gatterjagd bei Mayr-Melnhof ab, nur geht es um Schweine statt um Kühe. Wo ist der Unterschied? Mit Jagd im herkömmlichen Sinn hat das jedenfalls überhaupt nichts zu tun.

So sehen das auch 6 von 9 Bundesländern in Österreich, die die Gatterjagd, wie sie bei Mayr-Melnhof durchgeführt wird, bereits verboten haben. Und selbst in Niederösterreich und dem Burgenland, neben Salzburg die letzten Bundesländer, in denen die Gatterjagd noch erlaubt ist, wurde jede Neuerrichtung von Jagdgattern verboten. Max Mayr-Melnhof betont stets, wie legal die von ihm veranstaltete Tierquälerei doch sei. Würde er aber sein Gatter nur wenige Meter nach Oberösterreich verrücken, wäre er strafbar. Sollte das in der ethischen Beurteilung der Art und Weise, wie er in zynischster Weise seine „Ehrfurcht vor der Schöpfung“ zelebriert, eine Rolle spielen?

Der VGT ist mit vielen GatterbetreiberInnen im Gespräch. Alle distanzieren sich meilenweit von Praktiken, wie sie bei der Gatterjagd von Mayr-Melnhof üblich sind. So nutzen nur noch wenige Jagdgatter Hundemeuten wie Mayr-Melnhof, weil das nach Ansicht der GatterbetreiberInnen selbst zu grausam ist. Nirgendwo sonst werden solche Massen von Wildschweinen gezüchtet, oder bei Treibjagden hunderte Tiere geschossen. „Massentierhaltung“ wird das von den KollegInnen von Mayr-Melnhof genannt, und „Massenabschlachtungen“, die mit einer Jagdethik nicht vereinbar sind.

VGT-Obmann Martin Balluch: „Salzburg ist nun das allerletzte Bundesland, das die Gatterjagd ohne irgendwelche Einschränkungen erlaubt. Hier regiert offenbar noch der ehemalige Adel statt der Vernunft. Doch wir werden nicht locker lassen, wissen wir doch eine Mehrheit von 91,4 % der Bevölkerung hinter uns, da kann beschönigt werden, was will. Eine Treibjagd auf Tiere in einem umzäunten Gelände ist eine perverse Tierquälerei, die nur infantile Gemüter erheitern kann. Und das ist ein Faktum.“

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