Einigung über Kollektivvertragserhöhung für Bergbau- und Stahlindustrie

Differenzierter Lohn- und Gehaltsabschluss vereinbart

Wien (OTS) - Heute, 4. November, konnte der Fachverband Bergbau-Stahl im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen in der dritten Verhandlungsrunde mit den Vertretern der Gewerkschaften ProGe und GPA einen Abschluss erzielen. Die Verhandlungen standen erneut im Zeichen der angespannten wirtschaftlichen Lage der Bergbau- und Stahlindustrie durch die deutlich rückläufige Konjunktur und den enormen globalen Wettbewerbsdruck.

Gestaffelte Lohnerhöhung, Freizeitoption, Karenzanrechnung und Vergütung der Lehrlingsfahrtkosten

Nach der Forderung der Gewerkschaft von drei Prozent Erhöhung für Mindest- und IST-Löhne bzw. –Gehälter konnte sich der Fachverband Bergbau-Stahl unter Verhandlungsleiter Franz Friesenbichler mit den Vertretern der Gewerkschaft auf eine gestaffelte Lohn- und Gehaltserhöhung einigen. Die niedrigen Einkommensgruppen werden um 2 Prozent erhöht. Im Durchschnitt werden die Löhne und Gehälter um 1,59% in der Bergbau- und Stahlindustrie rückwirkend ab 1.11.2016 erhöht.

Wie auch letztes Jahr wurde eine optionale Einführung der Freizeitoption mittels einvernehmlicher Betriebsvereinbarung vereinbart. Ein Mitarbeiter kann in Form einer Einzelvereinbarung Freizeit in Abhängigkeit seiner gehaltlichen Einstufung bis zu 3 Stunden monatlich anstatt der Tariferhöhung in Anspruch nehmen.

Neu vereinbart wurde eine Vergütung der Lehrlingsfahrtkosten zu den Berufsschulinternaten. Die Unternehmen der Bergbau- und Stahlindustrie werden in Zukunft die Anreisekosten der Lehrlinge übernehmen, wenn die Zuschüsse der Länder für diese nicht aufkommen sollten. Darüber hinaus wurde eine verbesserte Anrechnung der Familienkarenz vereinbart.

„Die Kollektivverhandlungen waren auch dieses Jahr trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage von einem konstruktiven Klima in der Sozialpartnerschaft getragen. Das zeigt, dass die Zusammenarbeit von Gewerkschaft und Unternehmen für das gemeinsame Wohl unerlässlich ist“, so Verhandlungsleiter des Fachverbandes Bergbau-Stahl Franz Friesenbichler.

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