Kulturmontag mit Nestroy-Highlights und Medienspektakel US-Wahlkampf

Zudem: Probenbesuch bei „Die Verdammten“ und neue Sting-CD

Wien (OTS) - Zum 17. Mal werden heuer, am Montag, dem 7. November 2016, die bedeutendsten Theaterpreise des Landes, die Nestroy-Preise, an herausragende Bühnenproduktionen und Künstlerinnen und Künstler der vergangenen Saison im Rahmen einer glanzvollen Gala verliehen. ORF III covert den Preis ab 19.50 Uhr live. Bevor ORF 2 um 23.15 Uhr mit „Nestroy 2016 – Die Gala“ eine Zusammenfassung der schönsten und spannendsten Momente des Abends zeigt, steht um 22.30 Uhr wie gewohnt das „Kulturmontag“-Magazin auf dem Programm, zu dem diesmal Clarissa Stadler begrüßt. Die Themen reichen vom Medienspektakel US-Wahlkampf über die Josefstadt-Proben zu „Die Verdammten“ bis zur neuen CD des Weltstars Sting.

Die Beiträge im Detail:

Schlamm-Schlacht: Medienspektakel US-Wahlkampf – US-Künstler über die Inszenierungen von Trump und Clinton

In den USA wollen Psychiater ein neues Krankheitsbild entdeckt haben:
„Election Anxiety“ – Angst vor den Wahlen. Kein Wunder beim wohl schmutzigsten US-Wahlkampf der Geschichte. Bei der mittlerweile unübersehbaren Flut an gegenseitigen persönlichen Attacken verliert man leicht den Überblick, wer der unbeliebtere Kandidat ist. Es wird ein Zielfoto-Finish werden. Es waren die Medien, die Trump geschickt manipulieren konnte, ihn dorthin zu bringen, wo er heute ist. Kurz vor den Wahlen hat der „Kulturmontag“ Autor Louis Begley, Performancekünstlerin Laurie Anderson und andere kritische Denker befragt, ob die immer stärkere Medialisierung der Politik einen Präsidenten Trump möglich machen könnte und welche Auswirkungen dies auf ein postfaktisches Zeitalter hätte, das offensichtlich bereits begonnen hat und aus dem es kein Entrinnen mehr zu geben scheint.

Moral-Vorstellung: „Die Verdammten“, frei nach Visconti – Bühnenfassung im Theater in der Josefstadt

Es ist eine Tragödie von antiker Wucht voll aktueller Bezüge, ein Königsdrama von shakespearischem Ausmaß: Eine im eigenen Gepränge erstarrte Familiendynastie versucht, sich in neue Zeiten zu retten, indem sie sich mit dem Bösen arrangiert – und geht hoffnungslos unter. Luchino Viscontis Kinoepos „Die Verdammten“ zeichnet den Untergang der deutschen Krupp-Dynastie in den 1930er Jahren nach. Der Film wurde bei seiner Premiere kontrovers aufgenommen, heute gilt er längst als cineastisches Meisterwerk, das auch den Durchbruch des jungen Helmut Berger zum internationalen Star markierte. Das Theater in der Josefstadt bringt den Stoff jetzt auf die Bühne, erzählt die Geschichte um Macht, moralische Korruption und Niedergang mit den Mitteln des Theaters. Heribert Sasse spielt den greisen Magnaten Baron Joachim von Essenbeck, der sich den Nazis verweigern will und ermordet wird. André Pohl gibt den opportunistischen NS-Kollaborateur, Andrea Jonasson seine Geliebte, die sich des Konzerns bemächtigen wollen. Der „Kulturmontag“ zeigt erste Probenausschnitte, spürt der Krupp-Dynastie nach und dem Geist Luchino Viscontis, der zum Chronisten der Gefühle im Umbruchszeiten wurde.

Multi-Talent: Sting mit neuer CD – Die rockige Rückkehr des Weltstars

Seine erste Solo-LP stammt aus den Zeiten des Kalten Krieges, „Russians“ hieß darauf ein Song mit der emblematischen Textzeile „Russians love their children too“ – auch Russen lieben ihre Kinder. In der Zwischenzeit hat Sting zwölf weitere Studioalben auf den Markt gebracht, sich als Menschenrechtsaktivist profiliert, zahlreiche Ehrungen in Empfang genommen – und das politische Weltklima ist wieder fast so frostig geworden wie 1985. „57th & 9th“ nennt der vormalige Frontman von „The Police“ sein neues Album. Gemeint ist damit die Straßenkreuzung in New York, die er jeden Tag auf dem Weg ins Studio überquert hat. Das Werk ist rockig geworden. Dabei hat er sich in den vergangenen Jahren viel mit alter Musik befasst und seine Hits waren vor allem Balladen. Warum das so ist und ob er es im Alter noch einmal genau wissen will, darüber hat der 65-Jährige mit dem „Kulturmontag“ in London gesprochen. Aber auch über die bedeutendsten Probleme unserer Zeit, wie etwa die Flüchtlingskrise.

Der „Kulturmontag“ – produziert in HD – wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF - ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + - ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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