Klimavertrag tritt heute in Kraft: Van der Bellen sieht historische Chance

limaerhitzung ist Gefahr für Wirtschaftsstandort Europa - FPÖ-Nein zu Weltklimavertrag bedauerlich und unverständlich

Wien (OTS) - Heute tritt der Weltklimavertrag von Paris in Kraft. Ab Montag tagt die Weltklimakonferenz knapp zwei Wochen lang in Marokko, um die Maßnahmenpläne für die einzelnen Länder zu konkretisieren. „Das heutige Inkrafttreten des Weltklimavertrags ist eine historische Chance für die internationale Staatengemeinschaft, für Europa und für Österreich“, zeigt sich Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen zuversichtlich.

„Der Weltklimavertrag ist ein Signal der Hoffnung, dass es der internationalen Staatengemeinschaft gelingen wird, die negativen ökologischen Folgen der Klimaerhitzung - wie das Abschmelzen der Gletscher, die Überflutung küstennaher Landstriche oder die Zunahme von Hitzeperioden und Unwettern - zu beschränken und jene Chancen zu nutzen, die eine innovative Klimapolitik für den Wirtschaftsstandort Europa bietet“, sagt Van der Bellen.

Angesichts der Tatsache, dass alle vier FPÖ-Europaabgeordneten Anfang Oktober bei der historischen Abstimmung im Europaparlament gegen den Klimavertrag gestimmt haben, zeigt sich Van der Bellen enttäuscht:
„Es zeugt von mangelndem Verantwortungsbewusstsein vor allem gegenüber den kommenden Generationen, sich gegen globale Klimaschutzmaßnahmen zu stellen.“

Damit der in Paris ausgehandelte Weltklimavertrag in Kraft treten konnte, musste er von 55 Staaten, die gemeinsam mindestens 55 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verursachen, ratifiziert werden. Diese Bedingungen waren Anfang Oktober mit der Ratifizierung durch die Europäische Union erfüllt. Jetzt ist der Vertrag bereits von 92 Staaten ratifiziert, darunter neben der EU u.a. auch die beiden größten Treibhausgasemittenten, China und die USA.

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