Klimavertrag – Leichtfried fordert Umbau des europäischen Verkehrssystems

Verkehrsministerium leistet ersten Beitrag mit E-Mobilitätspaket, Investitionen in die Bahn und neuer LKW-Maut

Wien (OTS) - Mit dem heutigen Inkrafttreten des Pariser Klimaschutzabkommens beginnt ein neues Kapitel für den globalen Umweltschutz. Das Übereinkommen setzt ambitionierte Ziele, um die Erderwärmung zu begrenzen und die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. “Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, braucht es einen Ruck durch Europa. Wir müssen das Verkehrssystem völlig umkrempeln, umweltfreundliche Antriebsformen wie Elektromobilität massiv ausbauen, die Bahn stärken und auf erneuerbare Energien umrüsten. Gerade beim öffentlichen Verkehr braucht es ein radikales Umdenken: Der zwänglerische Liberalisierungskurs der EU-Kommission muss aufhören und die Mitgliedsstaaten müssen wieder beginnen kräftig in die Bahninfrastruktur zu investieren“, fordert Verkehrsminister Jörg Leichtfried. ****

Österreich leiste dafür einen ersten Beitrag, so der Verkehrsminister. Ein Schwerpunkt des Infrastrukturministeriums ist dabei die Stärkung der Elektromobilität im Straßenverkehr. „Bis 2020 machen wir Österreich elektrofit. Dafür werden wir das Angebot an Ladestationen für Elektroautos flächendeckend ausbauen. Ende November werden wir ein E-Mobilitätspaket dazu vorlegen“, erklärt Leichtfried.

Die Bahn werde auch weiterhin das starke Rückgrat beim umweltfreundlichen Verkehr bilden, so Leichtfried. Das Infrastrukturministerium fördert den Umstieg auf emissionsarme Verkehrsarten sowohl im Personen-, als auch im Güterbereich. „Wir investieren jährlich zwei Milliarden Euro in den Ausbau der Schiene, in moderne Bahnhöfe und neue Zuggarnituren. Damit machen wir die Bahn sowohl für die Kundinnen und Kunden als auch für den Transport von Gütern immer attraktiver“, betont der Verkehrsminister.

Auch die Einführung der neuen LKW-Maut leistet einen Beitrag, um die Klimaziele zu erreichen. Ab 2017 werden Zuschläge für den Lärm-und Schadstoffausstoß eingerechnet. „Damit setzen wir einen wichtigen Schritt zu mehr Kostenwahrheit zwischen den Verkehrsträgern und tragen zur weiteren Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene bei“, so Leichtfried.
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