Neues Volksblatt: "Unser Steuer-Euro" von Harald ENGELSBERGER

Ausgabe vom 4. November 2016

Linz (OTS) - Wenn am Wochenende Bund, Länder und Gemeinden — unter anderem in Person von Schelling, Pühringer und Mödlhammer — um die Verteilung der Steuergelder feilschen, haben die Bürger ihren Obolus sozusagen schon geleistet. Geht es doch mitunter um die Abzüge unser aller hart verdienten Euros am Lohnzettel oder um die Steuern, die wir beim Kauf von Lebensmitteln oder anderen Konsumgütern gleich an den Staat abliefern.
Eigentlich könnte es uns Steuerzahlern ja relativ egal sein, wer wie viel von diesen üppigen rund 95 Milliarden Euro bekommt, Hauptsache, die Bedürfnisse der Bürger werden mit diesem Geld zufrieden gestellt. Als Oberösterreicher denkt man da sofort an diverse fehlende Donaubrücken, Ortsumfahrungen und Kultureinrichtungen oder die akute Linzer Stadionmisere ...
Als gelernter Österreich weiß man, dass der Bund in Wien die provinziellen Gelüste aus Oberösterreich nach guter Infrastruktur meist relativ gelassen registriert und dann auf Termin legt — irgendwie ein Überbleibsel aus der Monarchie.
Aus diesem Blickwinkel ist es schon beruhigend, wenn unser Landeshauptmann in Wien um jeden Euro kämpfen will, denn wer weiß besser, was Oberösterreich braucht, als er. Pühringer wird das Geld sicher punktgenauer zu investieren wissen, als ein Ministerialrat in Wien, der eher auf Vermutung angewiesen ist, warum der Ort Hagenberg ein Glasfaserkabel braucht.

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