Dziedzic erfreut über Beseitigung von Diskriminierungen für gleichgeschlechtliche Paare

Grüne fordern nächste Schritte: Eheöffnung und Ehereform

Wien (OTS) - "Für die Öffnung des Standesamtes für gleichgeschlechtliche Paare und die Abschaffung der Kategorie Nachname war es höchste Zeit – und es war ein Kraftakt sondergleichen", sagt Ewa Dziedzic, LGBTI-Sprecherin und Bundesrätin der Grünen. "Diverse Bremsmanöver konservativer Stimmen und das bewusste Diskriminieren von Lesben und Schwulen finden nun zumindest in diesen Punkten ein Ende", freut sich Dziedzic.

"Das Verbot die Eingetragene Partnerschaft am Standesamt einzugehen, hatte besonders im ländlichen Raum massive Auswirkungen auf die Wahrnehmung und gesellschaftliche Position von in gleichgeschlechtlicher Beziehung lebenden Menschen. Hier wurden Diskriminierung und Differenz sichtbar zelebriert. Genau das scheint die Intention der ÖVP gewesen zu sein, als das Gesetz der Eingetragenen Partnerschaft am 1.Jänner 2010 in Kraft trat."

Die Beseitigung dieser beiden Diskriminierungen ist aus Sicht der Grünen längst überfällig und als positiv zu bewerten. Nichtsdestotrotz bestehen weiterhin 32 Unterschiede der Eingetragenen Partnerschaft zur Zivilehe, die auf schnellstem Weg beseitigt gehören. "Da wird weiterhin die ungleiche Behandlung einzementiert und die Beseitigung der einzelnen Unterschiede erst durch Gerichtsurteile erwirkt", erläutert Dzeidzic. Die Grünen treten ebenso seit langem für eine Reform des Ehebegriffs ein - die Kritik:
Die Definition der Ehe in der österreichischen Gesetzgebung ist über 200 Jahre alt und folgt einem Familienbild, das schon lange nicht mehr der gesellschaftlichen Realität entspricht.

Das Rechtsinstitut der Ehe ist in seiner derzeitigen Form nicht mehr zeitgemäß: "Ich plädiere sowohl für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, als auch die Öffnung der Eingetragenen Partner_innenschaft für heterosexuelle Paare, weil hier rechtlich keine Unterschiede gemacht werden dürfen. Eine Reform der Zivilehe sollte die Regierung ebenso auf die Tagesordnung nehmen mit dem Ziel, in Österreich ein moderneres Rechtsinstitut zu schaffen, welches den Lebensrealitäten entspricht", betont die Grüne Bundesrätin.

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