NEOS Wien/Emmerling zur neuen Bio-Förderung: Landwirte fördern statt Kammerstrukturen

Bettina Emmerling: „Eine Budgetumschichtung würde den Bauern mehr bringen.“

Wien (OTS) - „So sehr die neue Wiener Förderung für die Umstellung auf biologische Landwirtschaft zu begrüßen ist – nachdem es sich um eine Mittelumschichtung innerhalb der bestehenden Landwirtschaftsförderung handelt, kommt bei den Bauern auch nicht mehr an als vorher“, so Bettina Emmerling, Landwirtschaftssprecherin von NEOS Wien.

Einem geplanten Fördervolumen von 100.000 Euro im Jahr für den Umstieg von konventioneller zu biologischer Landwirtschaft steht eine Subvention an die Wiener Landwirtschaftskammer (LK) in der Höhe von unglaublichen 550.000 Euro im Jahr gegenüber. „Bei den ca. 630 landwirtschaftlichen Betrieben in Wien sind das hochgerechnet fast 1.000 Euro pro Betrieb. Diese Subvention aus Steuermitteln kassiert die LK Wien auch noch zusätzlich zu den bestehenden Zwangsbeitragszahlungen der Landwirtinnen und Landwirte. Mit der Subvention der Stadt Wien von über einer halben Million Euro werden verkrustete Kammerstrukturen und üppige Direktorenzulagen finanziert, wie der Rechnungshof schon 2014 scharf kritisierte“, so Emmerling.

„Hier könnte sofort umgeschichtet werden, damit weniger Geld für Strukturen und dafür mehr für ökologisch wirtschaftende Bauern zur Verfügung steht. Daran werden wir Stadträtin Sima und Landwirtschaftssprecher Maresch mit einem Antrag erinnern, wenn nächstes Frühjahr wie jedes Jahr wieder die üppige Kammersubvention im Gemeinderat aufgerufen wird“, schließt Emmerling.

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