ÖAMTC: Gestriger Ausfall der §57a-Pickerl-Überprüfungen darf sich nicht wiederholen

Gemeinsame Bemühungen für alternative Abwicklungsmöglichkeiten

Wien (OTS) - Seit Oktober 2014 werden alle Daten zur §57a-Begutachtung in der Zentrale Begutachtungsdatenbank (ZBD) gespeichert. Die "Pickerl"-Überprüfung kann von den dazu ermächtigten Betrieben (der Großteil der österreichischen Kfz-Werkstätten, ÖAMTC und ARBÖ) seither nur dann durchgeführt werden, wenn die elektronische Schnittstelle zur ZBD funktioniert. Gestern, 2. November 2016, kam es gegen 10 Uhr zu einer technischen Störung beim Betreiber der Datenbank, die erst gegen 16 Uhr vorläufig behoben werden konnte. "Diese Probleme führten beim ÖAMTC zu erheblichen Beeinträchtigungen des Arbeitsablaufes, längeren Wartezeiten und Absage von geplanten Überprüfungen", erklärt Jakob Pflegerl, Leiter Technische Dienstleistungen ÖAMTC. Der Club erbringt pro Jahr etwa 670.000 §57a-Pickerl-Überprüfungen. An einem starken Arbeitstag werden an den Stützpunkten in ganz Österreich etwa 3.200 Überprüfungen abgewickelt. "Das setzt stabile, möglichst störungsfreie Rahmenbedingungen voraus", so Pflegerl.

Gerald Kumnig, Generalsekretär des ARBÖ bekräftigt: "Mit rund 200.000 jährlichen Pickerl-Überprüfungen zählt die wiederkehrende Begutachtung zu den wichtigsten Dienstleistungen des ARBÖ. Die ausfallsichere Abwicklung und Kommunikation mit der ZBD ist für uns daher unumgänglich." Friedrich Nagl, Bundesinnungsmeister der Fahrzeugtechniker innerhalb der WKO, repräsentiert ca. 5.000 Betriebe mit §57a-Ermächtigung. "Ein Ausfall von einem Tag bedeutet einen wirtschaftlichen Schaden von 30.000 unproduktiven Arbeitsstunden in unseren Werkstätten“, so Nagl. "Nicht eingerechnet ist der Schaden der Zulassungsbesitzer. Dieses Problem muss gelöst werden."

Um derartige Ausfälle künftig zu vermeiden, werden sich ÖAMTC, ARBÖ und Wirtschaftskammer gemeinsam bemühen, beim zuständigen Ministerium und bei den Betreibern der Datenbank eine alternative Abwicklungsmöglichkeit zu erwirken. "Eine Lösung für den Notbetrieb, die eine zeitversetzte Eingabe der Daten in die ZBD ermöglicht, wäre dafür die beste Möglichkeit", schlägt Pflegerl vor.

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