1800 Public-Health-Experten tagen in Wien: Friede, Umwelt, Nahrung – was Menschen wirklich gesund hält

Wien (OTS) - Frieden und ein Leben ohne Gewalt, gesunde Nahrung, ein intaktes Ökosystem inklusive reinem Wasser, Bildung für alle. Das sind einige jener elementaren Faktoren, die massiv dazu beitragen, damit die Bevölkerung in Gesundheit leben kann. Im Alltag und in den gesundheitspolitischen Entscheidungen wird darauf oft vergessen. Wie Gesundheit wirklich gefördert werden kann, darüber beraten über 1800 Public-Health-Experten in der kommenden Woche in Wien.

“All for Health, Health for All” unter diesem Motto steht die 9. Europäische Public Health Konferenz, welche vom 9.-12. November 2016 im Austria Center stattfindet (Alle Infos:
https://ephconference.eu/). Rund 1.800 ExpertInnen haben bereits ihr Kommen zugesagt. Am 9. und 10. November findet gleichzeitig auch die 19. Wissenschaftliche Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) unter dem Titel „Integrierte Gesundheit – Integrierte Versorgung“ statt (www.oeph.at).

Tagungspräsident Prof. Dr. Thomas Dorner, Vorstand der Österreichischen Public Health Gesellschaft: "Damit die Menschen wirklich in Gesundheit leben können braucht es wesentlich mehr als eine gute medizinische Versorgung. Das wissen wir alle schon längst. Aber im Alltag und in den politischen Entscheidungsprozessen wird darauf oft vergessen. Bereits vor 30 Jahren wurde in der sogenannten "Ottawa Charter“ festgehalten, was wirklich maßgeblich zur Gesundheit beiträgt. Dies ist beispielsweise Frieden und ein Leben ohne Gewalt, sowohl im öffentlichen Leben als auch in den Familien. Elementar sind auch leistbare und gesunde Nahrung, Bildung für alle – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Religion sowie ein gesundes Ökosystem inklusive reinem Wasser möglichst frei von Verschmutzungen. Auch ein politisches System welches einen hohen Grad an sozialem Schutz für alle bietet, Arbeitsbedingungen welche die Gesundheit der Bevölkerung schützten und eine fürsorgliche Kindheit mit liebevoller Unterstützung zählen ebenso zu jenen Voraussetzungen, die die Basis für eine gesunde Bevölkerung bilden“, so Dorner.

30 Jahre Forschung im Bereich Public Health machen eines klar: In all jenen Ländern, wo diese Empfehlungen umgesetzt bzw. vorhanden sind, konnte man eindrucksvolle Resultate in einer positiven Gesundheitsentwicklung feststellen – wo diese Vorgaben nicht realisiert sind, gibt es deutliche Rückschläge.

Die Vienna Declaration – der aktuelle Leitfaden für mehr Gesundheit

Bei der diesjährigen European Public Health Konferenz wird unter anderem eine Handlungsempfehlung 30 Jahre nach der Ottawa Charter präsentiert – die Vienna Declaration. Diese Erklärung bietet somit einen aktuellen Leitfaden für alle politisch Verantwortlichen und Entscheidungsträger, wie mehr Gesundheit am effizientesten erreicht werden könnte.

Die Basis für diesen Leitfaden bilden unzählige Forschungsprojekte und Erfahrungswerte. Auch bei der diesjährigen Konferenz wird eine beachtenswerte Bandbreite an Forschungsergebnissen präsentiert und diskutiert. Ein kurzer Einblick in den inhaltliche Bogen: Was kann durch mehr Bewegung bei Kindern und Jugendlichen erreicht werden, welche positiven Gesundheitseffekte schafft man durch soziale Integration, Einsamkeit und soziale Isolation bei älteren Menschen und die Auswirkungen auf die Gesundheit, Erfahrungen über die Implementierung des Europäischen Aktionsplanes für die Stärkung von Public Health oder auch eine Analyse zum Thema E-Zigaretten. Beeinflussen Smartphones und Tablets die Qualität des Schlafes - auch darüber gibt es Erkenntnisse aus einer aktuellen Studie.

Vor allem auch zahlreiche österreichische ForscherInnen, Institute und Universitäten präsentieren bei dieser Tagung ihre aktuellen Studien. Die Universität für Bodenkultur leitet beispielsweise einen Workshop zum Thema „Aktive Mobilität – ein Schritt zu einem gesünderen Lebensstil“. Ganze 30 erfolgreiche Public Health Projekte stellt die MedUniWien vor. Diese reichen von „Raucherentwöhnung und Lebensqualität“ über „Onkologische Rehabilitation“ bis zu geschlechtsspezifischem Selbstmanagement bei Diabetes mellitus. Last but not least – es geht auch um Bewegungsempfehlungen für Personen ab 50 oder die Entwicklung eines Bewegungs-Monitorings für Österreich. Dorner: „Wir erwarten einen sehr informativen und spannenden Informationsaustausch. Public Health wie sie sein soll, auf gemeinsamen Wegen zu mehr Gesundheit für alle.“

Die Österreichische Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) ist eine unabhängige wissenschaftliche Fachgesellschaft, die sich mit Public Health Themen in Österreich auseinandersetzt. Die ÖGPH steht für wissenschaftlich fundierte Forschung in den Gesundheitswissenschaften. Einmal jährlich organisiert sie die größte wissenschaftliche Fachtagung zu Public Health In Österreich. Homepage: http://www.oeph.at/

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Maria Weidinger-Moser, MAS
Kommunikation Public Health Tagung
Tel. 0664/16 15 987
E-Mail: weidinger@weikom.at

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