VP-Korosec ad AKH: Fehldiagnose bei 93-jähriger Seniorin muss umgehend zu Konsequenzen führen

Ältere Menschen mit Schmerzen dürfen nicht sich selbst überlassen werden

Wien (OTS) - „Ich bin erschüttert, wie oberflächlich man im AKH mit der Fehldiagnose bei einer 93-jährigen Pensionistin umgeht. Bei der Erstdiagnose wurden eklatante Fehler gemacht, daher muss es auch entsprechende Konsequenzen seitens der Spitalsleitung geben. Man darf hier keinesfalls zur Tagesordnung übergehen“, fordert die Gesundheits- und Seniorensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec in Replik zum heutigen Bericht der „Kronen Zeitung“.

Zu hinterfragen ist insbesondere, warum bei der hochbetagten Pensionistin, die nach einem Sturz mit der Rettung eingeliefert wurde, zunächst lediglich eine Röntgenuntersuchung durchgeführt worden ist – trotz der mehrfachen Hinweise der Betroffenen über unerträgliche Schmerzen.

Es ist unfassbar, so Korosec weiter, dass das wahre Ausmaß des Sturzes in Form eines doppelten Schambeinbruches und eines Sprungs im Oberschenkelknochen erst erkannt wurde, nachdem sich die Betroffene auf eigene Kosten in eine Privatklinik zur weiteren Behandlung begeben hatte.

Gang zur Patientenanwaltschaft zu empfehlen

In diesem Fall ist die Einschaltung der Wiener Pflege- und Patientenanwaltschaft zu empfehlen, denn es geht hier einerseits um Schadenersatz aufgrund der verspäteten Diagnose und andererseits um die zusätzlichen Ausgaben, die die Pensionistin aufgrund der Behandlung im Privatspital zu tragen hatte.

Auch über den Umgang mit der nachweislichen Fehldiagnose seitens der Spitalsführung zeigt sich die VP-Mandatarin empört. „Wenn man schon Fehler bei der Erstdiagnose macht, dann ist es inakzeptabel, die ganze Causa mit dem Hinweis auf eine Behandlung „lege artis“ unter den Teppich zu kehren. Eine derartige Vorgangsweise ist einer Universitätsklinik schlichtweg unwürdig. Ich hoffe, dass man auf höchster Ebene sofort alle notwendigen Schritte unternimmt, damit solche Fälle künftig nicht mehr passieren. Eine umfassende und aufrichtige Entschuldigung bei der Betroffenen ist das Mindeste, was ich erwarte“, so Korosec abschließend.

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