FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: 200 Millionen Euro aus Finanzausgleich für Gesundheitsvorsorge nach DDR-Prinzip?

„Kein DDR-System, sondern mehr und besser dotierte Kassenvertragsstellen“

Wien (OTS) - „Die von der Ärztekammer geäußerte Kritik an der zukünftigen Sicherstellung der Gesundheitsversorgung mit rund 200 Millionen Euro im Rahmen des Finanzausgleichs wird von der FPÖ in vollem Umfang geteilt und unterstützt“, erklärte heute FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein.

„Offensichtlich basteln rote und schwarze Gesundheitspolitiker im Rahmen des Finanzausgleichs weiterhin an der Etablierung eines DDR-Gesundheitssystems in Österreich. Die Kombination von Primary Health Care Zentren als Konkurrenz zum niedergelassenen Bereich passt gut in die erst im vergangenen Sommer von SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger geforderte Totalabschaffung des Rechts der freien Arztwahl. Dass er damals offiziell zurückgepfiffen wurde, war offensichtlich nur vordergründige Taktik. Vor allem der neue Passus, dass zukünftig Vertragsärzte, die ihren Gebietskrankenkassenvertrag zurücklegen wollen, auch die Verträge mit den Sonderkrankenversicherungsträgern BVA, SVA und VAEB verlieren, deutet in diese staatssozialistische Richtung. Ärzte würden so zukünftig gezwungen, entweder alle Verträge mit den Sozialversicherungsträgern zu behalten oder nur mehr als Wahlärzte zu ordinieren“, so Belakowitsch-Jenewein weiter.

„Die Kombination von Primary Health Care Zentren und die aus den Reihen der SPÖ geforderte Totalabschaffung des Rechts der freien Arztwahl läuft auf eine Komplettverstaatlichung des Gesundheitswesens und die Ausrottung der Freien Berufe in der Medizin hinaus. Das ist noch nicht vom Tisch, denn eine vollständige Finanzierung der Lehrpraxen oder eine Schutzklausel für den niedergelassenen Bereich ist nicht vorgesehen. Offensichtlich möchte man Gesundheitsversorgung auf Bezugsschein, ohne dass der Patient noch irgendeine Wahl hat, in ganz Österreich etablieren. Damit produziert man gleich drei Verlierergruppen: Die Patienten, Ärzte und Apotheker und das bewährte österreichische Gesundheitssystems selbst“, betonte die FPÖ-Gesundheitssprecherin.

„Das Alternativmodell der FPÖ ist ganz klar: Kein DDR-Gesundheitssystem, sondern mehr und besser dotierte Kassenvertragsstellen im gesamten niedergelassenen Bereich. Dazu muss eine 100 prozentige Finanzierungsgarantie für die Lehrpraxen kommen. Nur so kann die hohe Qualität der Gesundheitsversorgung aufrechterhalten werden“, sagte Belakowitsch-Jenewein.

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