Aktion kritischer Schüler_innen: Keine Bühne für rechtsextremen Kongress in Linz!

AKS-Vorsitzende Chalendi: „Durch die Vermietung der Redoutensäle in Linz wird Rechtsextremismus normalisiert und salonfähig, das darf nicht passieren!“

Linz/Wien (OTS) - Am gestrigen Samstag fand in Linz ein Kongress von rechtsextremen Gruppierungen und Vereinen statt. Dieser Kongress ist das wichtigste Vernetzungstreffen von extrem Rechten in ganz Europa. „Dass Landeshauptmann Pühringer nichts gegen diesen Kongress unternimmt, zeigt, wie wenig die ÖVP vom antifaschistischen Konsens hält“, so Daniel Zindanci, Landesvorsitzender der Aktion kritischer Schüler_innen Oberösterreich.

Das „Europäische Forum Linz“ ist ein Kongress zur Vernetzung und Weiterbildung von extrem Rechten Verlagen, Autor_innen, neofaschistischen Gruppierungen und Verschwörungstheoretiker_innen. „Die mediale Aufmerksamkeit fokussiert sich zwar stark auf die ‚Identitäre Bewegung‘, diese stellen jedoch nur die Spitze des Eisbergs dar. Der Jungeuropa Verlag, die Zeitschrift Compact, die Burschenschaft Germania und natürlich der RFS mitsamt seinem Wortspender Herbert Kickl repräsentieren die Kontinuitäten der rechtsextremen Bewegung im deutschsprachigen Raum“, hält Jasmin Chalendi, Bundesvorsitzende der AKS, fest.

Chalendi ergänzt: „Es braucht einen Geschichteunterricht, der sich mit den heuten rechtsextremen Strömungen auseinandersetzt und kritisch aufzeigt, wie wichtig antifaschistisches Denken ist. Wir, die Generation von Morgen, müssen verstehen, dass es unsere Aufgabe ist, Ereignisse wie im 2. Weltkrieg zu verhindern.“

Im Vorhinein wurde die schwarz-blaue oberösterreichische Landesregierung vielmals von Antifaschist_innen aufgefordert, die Veranstalter_innen aus den Redoutensälen wieder auszuladen, davon wurde jedoch abgesehen.

„Dass diese Veranstaltung stattfinden kann, zeigt ganz deutlich, dass menschenfeindliche, undemokratische und rassistische Ideologien schon weit in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen sind. Die Abhaltung dieses Kongresses ist nur ein weiterer Schritt zur Normalisierung von Rechtsextremismus. Wir wollen jedoch nicht so leicht zurückstecken und schließen uns den Protesten an!“, so Chalendi und Zindanci unisono.

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