Schule Kinzerplatz: Konfliktregelung durch jugendliche MediatorInnen

Wien (OTS/RK) - Den Schulalltag friedlich und ohne Konflikte zu erleben, wünschen sich alle am Schulleben beteiligten Menschen. Vor allem aber ermöglicht es den SchülerInnen zielgerichtetes Lernen in einem konfliktarmen und angstfreien Umfeld. Die neue Mittelschule am Kinzerplatz geht in Kooperation mit wohnpartner heuer erstmals neue Wege und bietet die Unverbindliche Übung „Peer-Mediation“ an. Von einem Team, bestehend aus LehrerInnen der Schule und MediatorInnen des wohnpartner-Teams 21, wird eine kleine ausgewählte Schülergruppe zu sogenanntem „Peer-MediatorInnen“ ausgebildet. „Dabei lernen die SchülerInnen, bei Konflikten in der Schule zu vermitteln, damit „auf gleicher Ebene“ geschlichtet werden kann“, erzählt Direktor Werner Schuster.

In der Ausbildung lernen die SchülerInnen, Konflikte zu erkennen, mit Aggressionen umzugehen und unterschiedliche Sichtweisen in Konfliktsituationen darzustellen. Das sind wichtige Voraussetzungen, um mit im Streit befindlichen SchülerInnen ein Konfliktgespräch anzuleiten und mögliche Lösungswege zu erarbeiten.

Die Erfahrung mit solchen Projekten zeigt, dass sich die Beziehungen zwischen den SchülerInnen wesentlich verbessern. Zusätzlich fördern die hier erlernten Techniken – wie zum Beispiel Gesprächsführung – die soziale Kompetenz. Als Peer-MediatorInnen sind die SchülerInnen befähigt, in Konfliktfällen als VermittlerInnen tätig zu sein.

Projekte dieser Art laufen auch an anderen Schulen der Stadt, wie zum Beispiel an der Volksschule Jochbergengasse in Wien-Floridsdorf oder an der Volksschule Robert Blum-Gasse in Wien-Brigittenau, wo bereits seit dem Schuljahr 2009/10 StreitschlichterInnen im Einsatz sind. „Initiativen wie diese sind vor allem deshalb besonders wichtig, weil sie die Sozialkompetenz der SchülerInnen stärken“, ist Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky überzeugt.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig unterstreicht die Bedeutung der von wohnpartner initiierten Peer Mediations-Projekte: „Die Schülerinnen und Schüler können nun auch in ihrem Wohnumfeld Meinungsverschiedenheiten selbst leichter lösen – das trägt zum guten Miteinander in den Wohnhausanlagen bei.“

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(Schluss) ssr

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