- 28.10.2016, 11:34:35
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NEOS zu gemeinnütziger Arbeit für Asylwerber: Arbeitsmarktzugang nach sechs Monaten statt Scheinlösungen
Gerald Loacker: „Der Vorschlag der Regierung schadet der Integration, dem Arbeitsmarkt und den Unternehmen.“
Utl.: Gerald Loacker: „Der Vorschlag der Regierung schadet der
Integration, dem Arbeitsmarkt und den Unternehmen.“ =
Wien (OTS) - Die Regierung hat heute eine Liste mit gemeinnützigen
Tätigkeiten für Asylwerber_innen vorgelegt: „Das ist eine echte
Themenverfehlung. Es wird immer noch nicht diskutiert, wie man einen
echten Arbeitsmarktzugang für Asylwerberinnen und Asylwerber möglich
macht. Statt die längst fällige EU-Verordnung umzusetzen und dafür zu
sorgen, dass Asylwerber nach sechs Monaten Teil des Arbeitsmarkts
werden, wird um bemühte Kompromisse aus ein-, zwei- und
fünf-Euro-Jobs gestritten. Das sind Scheinlösungen,“ kritisiert
NEOS-Arbeitsmarktsprecher Gerald Loacker.
Was derzeit am Tisch liege, „schafft mehr Probleme als sie löst“, so
Loacker. „Wer an einer ernsthaften Integration interessiert ist, der
sorgt nicht für einen nicht nachvollziehbaren Verdrängungswettbewerb.
Denn das, was die Regierung vorschlägt, ist nichts anderes als
staatlich subventionierte Konkurrenz gegenüber Privaten und deren
Arbeitskräften“, kritisiert Loacker weiter. Besonders erstaunt zeigt
er sich darüber, dass ausgerechnet die selbsternannte
Wirtschaftspartei ÖVP diesen Ansatz wählt, die noch dazu auch den
Integrationsminister stellt. „Dieser Vorschlag schadet der
Integration, dem Arbeitsmarkt und den Unternehmen – ein dreifaches
Versagen“, so Loacker.
Die vorgelegte Liste beinhaltet Tätigkeitsgebiete für Asylwerberinnen
und Asylwerber, die zurzeit entweder von privaten Unternehmen oder
Gemeindebediensteten übernommen werden. Gelungene Integration wird so
nicht möglich sein. „In den ersten Monaten muss für Deutsch- und
Wertekurse gesorgt werden, nach sechs Monaten muss Integration für
Asylwerberinnen und Asylwerber über den Zugang am Arbeitsmarkt
möglich gemacht werden. Um das umzusetzen, braucht es einen
nationalen Aktionsplan – Scheinlösungen werden auch davon nicht
ablenken können“, so Loacker abschließend.
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