FPÖ: Kappel: Aus für Preiszone kostet österreichische Stromkunden 300 Millionen Euro

Acer will Trennung der Strompreiszone, Umweltminister-Vorstoß kontraproduktiv

Wien (OTS) - Die europäische Energieagentur Acer plant auf Druck von Polen und Tschechien ein Ende der österreichisch-deutschen Strompreiszone. „Der gemeinsame Strommarkt zwischen Österreich und Deutschland muss erhalten bleiben“, sagt die freiheitliche Europaabgeordnete Dr. Barbara Kappel, „neben der geplanten Acer-Entscheidung ist auch der Vorstoß des österreichischen Umweltministers, eine Energie-Allianz gegen Deutschland zu schmieden, kontraproduktiv und kostet die österreichischen Stromkunden jährlich 300 Millionen Euro. Wir brauchen Deutschland hier als Verbündeten und nicht als Gegner.“

Die österreichisch-deutsche Strompreiszone sei das europäische Musterbeispiel für einen funktionierenden grenzüberschreitenden Energiemarkt. Seit 2002 gibt es einen gemeinsamen Strommarkt zwischen Österreich und Deutschland und einen einheitlichen Strompreis. „Die gemeinsame Preiszone ist ein Erfolgsmodell, das günstige Strompreise für Haushalte und Wirtschaft gewährleistet“, sagt Kappel, „der Strompreis würde bei einem Aus für die Preiszone stark in die Höhe gehen.“

Aufgrund mangelnder Leitungsinfrastruktur könne günstiger Ökostrom nicht am direkten Weg vom Norden in den Süden Deutschlands und nach Österreich transportiert werden. Der Strom suche sich alternative Routen und belaste die Stromnetze Polens und Tschechiens, welche die Gefahr eines Black-Outs aufzeigen. „Verantwortlich für diese Verwerfungen am europäischen Strommarkt ist die deutsche Energiewende“, so Kappel, „eine Entscheidung, die Deutschland ohne vorherige Konsultation der anderen Mitgliedstaaten, insbesondere der Nachbarländer, traf.“

Zur Bekämpfung der anstehenden Acer-Entscheidung brauche Österreich aber die Unterstützung Deutschlands. Das könne ein schwieriges Unterfangen werden, denn der deutsche Wirtschaftsminister habe aufgrund des schwelenden Konflikts mit dem österreichischen Umweltminister angekündigt, die Vereinbarung über die österreichisch-deutsche Strompreiszone gegebenenfalls sogar einseitig aufzukündigen. „Und das ganz unabhängig von der Acer-Entscheidung“, sagt die freiheitliche Abgeordnete, „den Preis für den politischen Alleingang des Umweltministers bezahlen die österreichischen Stromkunden.“

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