„matinee“ und „dok.film“ am 30. Oktober reisen durch die USA: „Traumrouten“ und August Zirner auf den Spuren John Steinbecks

Außerdem: Visconti-Porträt und „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Anlässlich der US-Präsidentschaftswahl befassen sich auch die Formate der ORF-TV-Kultur mit dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. So präsentiert am Sonntag, dem 30. Oktober 2016, die „matinee“ um 9.05 Uhr in ORF 2 die erste Folge der zweiteiligen Dokumentation „Traumrouten der USA“ (Teil zwei am 6. November). Der „dok.film“ desselben Tages um 23.05 Uhr in ORF 2 reist ebenfalls durch die Vereinigten Staaten: In „Ein Mann, ein Hund, ein Pick-up – Auf der Suche nach Amerika“ unternimmt Schauspieler August Zirner mit seiner Hündin Betsy einen Roadtrip auf den Spuren des US-Autors und Nobelpreisträgers John Steinbeck, der einen solchen schon in den 1960er mit seinem Vierbeiner unter dem Buchtitel „Die Reise mit Charley“ verarbeitete.
Die „matinee“ am 30. Oktober zeigt darüber hinaus das Filmporträt „Luchino Visconti – Vom Film besessen“ (9.50 Uhr) zum 110. Geburtstag des Regisseurs. Den von Clarissa Stadler moderierten Vormittag beendet „Die Kulturwoche“ (10.50 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps zu kulturellen Ereignissen.

„matinee: Traumrouten der USA. Durch Utahs Canyons nach Salt Lake City“ (9.05 Uhr)

Von Millionenmetropolen über Karibikfeeling bis hin zu bizarren Felsformationen und Wüstenlandschaften – die USA haben viele Facetten. Die Highways Nordamerikas symbolisieren das amerikanische Lebensgefühl, sind Mythos und Sehnsuchtsstraßen. Die zweiteilige Dokumentation von Jörg Daniel Hissen und Michael Trabitzsch begibt sich auf eine spektakuläre Entdeckungsreise durch atemberaubende Landschaften und zu außergewöhnlichen Menschen, zunächst „Durch Utahs Canyons nach Salt Lake City“, dann in Folge zwei am 6. November „Durch Louisiana entlang des Mississippi“.
Die erste Folge der „Traumrouten“ führt in den Westen. Ausgangspunkt ist Las Vegas, die für Glückspiel und schnelle Hochzeiten bekannte Wüstenmetropole Nevadas. Ihre unzähligen Attraktionen ziehen jährlich 40 Millionen Besucher/innen an. Die Reise geht weiter nach Utah, wo bizarre Steinlandschaften mit wuchtigen Plateaus und tiefen Tälern das Landschaftsbild dominieren. Die Route durch dieses dünn besiedelte Gebiet folgt den Spuren der ersten weißen Siedler, der Mormonen. Das Leben der Menschen dort ist nach wie vor ursprünglich und eng mit der Natur verbunden. Die fleißigen Mormonen scheinen sich die Bienen als Vorbild genommen zu haben. Die zahlreichen Bienenvölker, die vor allem im Umfeld des großen Salzsees bei Salt Lake City zu finden sind, bringen den Menschen die Süße in ein Leben voller harter Arbeit und Pflicht. Regie: Michael Trabitzsch.

„matinee: Luchino Visconti – Vom Film besessen“ (9.50 Uhr)

Es war ein Leben zwischen Gewalt und Leidenschaft – das des Luchino Visconti, eines der bedeutendsten Regisseure des europäischen Kinos. Mit Filmen wie „Rocco und seine Brüder“, „Der Leopard“ oder „Tod in Venedig“ schrieb er Filmgeschichte. Seine Operninszenierungen, wie „La Traviata“ mit Maria Callas, gelten als legendär.
Seine adelige Herkunft stand oft im Widerspruch zu seinen politischen Ansichten – er sympathisierte schon früh mit den Kommunisten und wurde 1944 wegen Widerstandstätigkeit gegen den Faschismus verhaftet. Nach dem Krieg trat er öffentlich für die KPI ein.
Die komplizierte Beziehung zu seiner Mutter, seine offen gelebte Homosexualität und sein Hang zur Exzentrik in allen Lebensbereichen waren maßgebliche Elemente seines widersprüchlichen Lebens. Auch seine Beziehung zum österreichischen Schauspieler Helmut Berger beherrschte zeitweilig die Schlagzeilen.
In einem feinfühligen Film mit vielen opulenten Ausschnitten erzählt Regisseurin Elisabeth Kapnist die paradoxe Geschichte von Visconti, dem Schöpfer unvergessener Filme von extremer Schönheit und Grausamkeit, dessen 110. Geburtstag sich am 2. November jährt.

„dok.film: Ein Mann, ein Hund, ein Pick-up – Auf der Suche nach Amerika“ (23.05 Uhr)

Unter dem Buchtitel „Die Reise mit Charley“ verarbeitete US-Autor und Nobelpreisträger John Steinbeck eine Reise durch Amerika, die er ab 1960 mit seinem Hund unternahm und damit ein einzigartiges Dokument der Zeitgeschichte schuf. „Ein Mann, ein Hund, ein Pick-up“ – so macht sich der Schauspieler August Zirner ein halbes Jahrhundert später auf den Spuren Steinbecks auch auf die Reise durch die Vereinigten Staaten und ihre atemberaubend schönen Landschaften. Den gebürtigen Amerikaner mit Wiener Wurzeln, der seit 40 Jahren in Europa lebt, treiben viele Fragen an. Genau wie das literarische Vorbild versucht der Sohn jüdischer Eltern, dessen Familie vor dem NS-Regime aus Wien nach Amerika floh, „die Seele Amerikas“ zu ergründen. Und genau wie Steinbeck hat er in seinem Pick-up eine Reisegefährtin dabei – die Mischlingshündin Betsy.
Zirner reist im Dokumentarfilm von Katharina Kleber und Hannes Rossacher von New York bis San Francisco, trifft Freunde und Fremde, Waffenvernarrte und Bürgerrechtler, Arme und Reiche, Einwanderer und Polizisten, Arbeiter und Intellektuelle. Und er fragt sie und sich:
Ist Amerika noch „the land of the free“? Ist es noch das Sehnsuchtsland, in dem Menschen aus aller Welt auf das große Glück hoffen können? Was ist heute das Besondere an den USA? Und was beschäftigt die Menschen hier? Eine spannende und immer wieder auch tiefsinnige Reise auf der Suche nach seinem, nach unserem Amerika.

Die ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) stellt den „dok.film“ sowie alle Sendungen der „matinee“, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream und als Video-on-Demand bereit.

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