AK 2: Spar-Angebote für Jugendliche sind mager

Wien (OTS) - Die AK hat erstmals Jugendsparbücher, Jugend-Konten und Jugend-Bauspartarife unter die Lupe genommen. Der AK Jugend-Sparzinsen-Test zeigt: Für Jugendliche ist das Angebot eher mager. Nur vier von 16 untersuchten Filial- und Onlinebanken bieten Jugendsparprodukte an. Zudem sind die Zinsen nicht besonders attraktiv.

Konkret zeigt der AK Test bei den 16 Filial- und Onlinebanken: Nur vier Banken bieten gesonderte Sparprodukte speziell für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahre an. Die Zinsen sind etwas höher auf anderen Sparbüchern – zwischen 0,1 Prozent (Hypo NÖ, HIPPO Sparbuch) bis drei Prozent (Bank Austria, SparCard Aktion). AK Konsumentenschützer Christian Prantner gibt zu bedenken: „Achtung, es gibt viele Nebenbedingungen bei den Jugend-Sparkonten. Bei den drei Prozent Zinsen gibt es zum Beispiel eine maximale Einlagenhöhe bis zu 1.000 Euro. Die höheren Zinsen sind nur für eine kurze Zeit, in diesem Fall maximal sechs Monate.“

Es gibt kaum Jugend-Sparbücher, aber fast alle Banken bieten Jugendkonten an. Man-che Banken warben in den Vorjahren mit attraktiven Habenzinsen – damit Taschengeld oder Geldgeschenke besser verzinst sind. Die AK Analyse zeigt jetzt, dass Zinsen auf Jugendkonten kaum attraktiver sind als auf einem normalen Girokonto – im Schnitt 0,0875 Prozent, bei einem normalen Girokonto 0,05 Prozent. „Allerdings sind die Jugendkonten weitgehend spesenfrei“, sagt Prantner. „In der kostenlosen Kontoführung ist im Regelfall eine Bankomatkarte inkludiert.“

Neben Jugend-Sparbüchern und Jugendkonten gibt es eine dritte Möglichkeit für Junge, kleine Beträge zur Seite zu legen – Jugend-Bausparverträge der Bausparkassen. Die vereinbarte Bindungsdauer ist sechs Jahre. „Die Einstiegszinsen sind zwar attraktiv, aber sie gelten nur für kurze Zeit“, weiß Prantner. „Danach sind die Zinsen variabel und es gibt eine jährliche Anpassung – je nach dem Niveau der Leitzinsen. Zudem gibt es Spesen auf Bausparverträge, die den Ertrag schmälern.“ Die Zinsen wachsen auch bei Jugend-bausparverträgen nicht in den Himmel. Die Effektivzinssätze – also alle Spesen miteinge-rechnet – betragen bei den drei untersuchten Bauspartarifen zwischen 0,5 und 0,65 Prozent pro Jahr. „Bei der Auswahl von Jugend-Bauspartarifen ist es wichtig, sich die Zins-bandbreiten anzusehen“, rät Prantner. „Je nach der Höhe des Zinsniveaus werden die Zinssätze jährlich neu angepasst.“

Zinsen der drei Bauspartarife im Überblick

Bausparkasse Fixer Einstiegszins Zinsbandbreite Wüstenrot Bausparkasse 3 % für 6 Monate 0,25 – 4,00 % Raiffeisen Bausparkasse 2 % für 12 Monate1) 0,25 – 4,00 % start:bausparkasse 2 % für 7 bis 12 Monate2) 0,20 – 4,25 % 1) plus ein angefangenes Monat; 2) je nach Abschlusszeitpunkt

(Forts.)

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