Öllinger: Hofer soll sich von Strache-Sagern und Kickl-Auftritt distanzieren

Grüne: Radikalisierung der FPÖ erschreckend

Wien (OTS) - „Die Radikalisierung der FPÖ ist erschreckend. Innerhalb kürzester Zeit werden von den Spitzen der FPÖ so ziemlich alle politischen Schamgrenzen gesprengt“, analysiert Karl Öllinger, Abgeordneter der Grünen, die jüngsten Ausfälle von Strache, Kickl und Co.
Erst vor wenigen Tagen hat ein Kommentar von HC Strache zu wahren Hassorgien von blauen Fans geführt und damit auch die Frage nach der politischen Verantwortung des FPÖ-Parteichefs aufgeworfen, so Öllinger. Während sich der Präsidentschaftskandidat der FPÖ, Norbert Hofer, aus diesem Anlass vom „Narrensaum“ zu distanzieren versuchte, will sein Wahlkampfleiter und Generalsekretär der FPÖ, Herbert Kickl, ausgerechnet diesem ‚Narrensaum‘ der FPÖ an diesem Wochenende seine Aufwartung machen und beim Linzer Kongress der rechtsextremen „Verteidiger Europas“ eine Rede halten.

Öllinger: „Noch nie wurde die Sympathie der FPÖ für die Rechtsextremen so offen zur Schau getragen wie jetzt durch Kickl, aber auch durch Strache, der die Bürgerkriegsrhetorik der Rechtsextremen als politische Position der FPÖ übernommen hat. Damit wird jede Distanzierung Hofers vom ‚Narrensaum‘ unglaubwürdig – sein Chef und sein eigener Wahlkampfmanager bearbeiten eifrig diesen Saum!“

Dass Strache den Nationalfeiertag, mit dem die FPÖ noch nie viel anfangen konnte, ausgerechnet mit der zweiten Strophe der Kernstock-Hymne auf Facebook beginnt, die nicht zufällig als "Weihelied des freien deutschen Ostmarkvolkes“ benannt wurde, passt – so Öllinger – in das Bild der zunehmenden Radikalisierung der FPÖ.

Öllinger: “Strache halte ich nicht für fähig, einen Rückzieher zu machen. Aber was ist mit Kickl – und mit dem Präsidentschaftskandidaten Hofer? Hofer muss sich zu den Sagern Straches – zu Bürgerkrieg und Kernstock – erklären, und sich auch von Kickls Ausflug zu dem Rechtsextremen-Kongress nach Linz distanzieren. Alles andere ist inakzeptabel. Die FPÖ stellt sich damit selbst an den äußersten rechten Rand!“

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