Allerheiligen: Was hilft, wenn Trauer und Traurigkeit zu groß werden

Wien (OTS) - Rituale zu Allerheiligen, wie der Besuch der Ruhestätte im Friedhof oder das Pflegen der Gräber, wecken einerseits liebevolle Erinnerungen und symbolisieren Dankbarkeit dem Verstorbenen gegenüber, können andererseits aber auch ein Gefühl der Traurigkeit auslösen.

Liegt das Ableben des Angehörigen noch nicht so lange zurück, sind tiefe Trauer und schwermütige Gedanken möglicherweise ständige Begleiter, die sich an einem „Gedenktag“ wie Allerheiligen noch verstärkt bemerkbar machen können.

Was tröstet in dieser Situation?

Wenn die Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen groß ist, fast unerträglich wird, hilft der Austausch mit Angehörigen, dem Partner und anderen Menschen, die den Verstorbenen auch kannten.

„Auch wenn es einem nicht nach Reden zumute ist, Gespräche mit Freunden und Familie sind wichtig und befreiend – nach dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid“.“, rät Dr. Peter Stippl, Präsident des ÖBVP.

Man darf sich aber auch Zeit und Raum zum Trauern nehmen. Weinen und traurig sein sollen keinesfalls unterdrückt werden, sondern auch ihren Platz haben dürfen.

Ein wesentlicher Teil des Trauerns ist das Erinnern. Die gemeinsame Zeit mit dem Verstorbenen nochmals zu durchleben, ist wichtig, um weitergehen zu können. Neben Gedanken an die oft schwierige Zeit des Abschiednehmens, gibt es vor allem die vielen schönen Momente, die man mit dem Verstorbenen erlebt hat.

Was aber tun, bei unangenehmen Erinnerungen im Zusammenhang mit dem Verstorbenen? „Schließen Sie Frieden, verzeihen Sie im Nachhinein“, sagt Dr. Stippl, „das Vergeben ist ein ganz wichtiger Teil im Umgang mit der Trauer. Versöhnung bedeutet Frieden und der tut uns bekanntlich gut.“

In Folge ist es wichtig, in die Zukunft zu blicken und da können sogar Gedanken und Ideen des verstorbenen Angehörigen, dessen ideelles Vermächtnis sozusagen, wertvolle Weggefährten sein.

Wenn Trauerbewältigung aus eigener Kraft nicht möglich ist:

Schafft man es nicht alleine, wieder positiv in die Zukunft zu schauen oder fehlen Perspektiven, wie man es ohne den geliebten Menschen „schaffen“ kann, muss man damit nicht alleine bleiben. Die erfahrene Hilfe einer PsychotherapeutIn unterstützt und fördert diese Vorgänge und hilft dabei, Erinnerungen gut abzuschließen. Man sollte sich nicht davor scheuen, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen, bevor mögliche "schwarze Gedanken" zu viel Raum im Leben bekommen.

PsychotherapeutInnen in ganz Österreich, nach Region und Spezialgebieten, findet man unter www.psychotherapie.at

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Mag.a Barbara Zsivkovits
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