Wiener SPÖ Frauen zum Equal Pay Day: Lohnschere schließen!

Aktionswoche in Wiener Bezirken zum Thema „Arbeit gerecht verteilen“

Wien (OTS/SPW) - Morgen Donnerstag, am 27. Oktober 2016, ist Equal Pay Day in Wien. Das markiert den Zeitpunkt, an dem Vollzeit arbeitende Männer das Jahreseinkommen von Vollzeit arbeitenden Frauen erreichen. Anders ausgedrückt: Frauen verdienen österreichweit im Jahr durchschnittlich etwa 11.000 Euro weniger als Männer. Unter dem Motto „Arbeit gerecht verteilen“ machen die Wiener SPÖ Frauen im Rahmen einer Aktionswoche bis 29. Oktober 2016 in den Bezirken auf diese immer noch klaffende Lohnschere aufmerksam. Außerdem geht es darum, symbolisch darzustellen, dass auch unbezahlte Arbeit zwischen Frauen und Männern ungleich verteilt ist.****

Brauner: Wien fördert Frauen!

„In Wien findet der Equal Pay Day österreichweit am spätesten statt, weil die Lohnschere hier am geringsten ist. Das ist aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Im Gegenteil, das Ziel bleibt letztlich völlige Gleichstellung – gleiches Einkommen für gleichwertige Arbeit“, unterstreicht die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Stadträtin Renate Brauner. Deshalb setzt die Stadt vielfältige Maßnahmen: „Frauen werden in Wien gezielt unterstützt:
Der Gratiskindergarten ermöglicht eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Genauso werden Frauen bei der Weiterbildung mit speziellen Programmen gefördert, damit sie ihre Karrierechancen verbessern können.“

Frauenberger: Es gibt noch viel zu tun!

Auf Initiative von Frauenstadträtin Sandra Frauenberger hat sich Wien 2011 als erstes Bundesland selbst dazu verpflichtet, jährlich einen Einkommensbericht zu publizieren. Mit der Koppelung der öffentlichen Auftragsvergabe an Frauenförderung werden darüber hinaus Unternehmen in die Pflicht genommen. „Es ist eine Tatsache, dass Frauen noch immer nicht die gleichen Karrierechancen wie Männer haben. Und dass sie nicht die gleichen Einkommen erzielen, weil sie sich überdurchschnittlich viel um Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege kümmern müssen. Das heißt, hier müssen auch überkommene gesellschaftliche Rollenbilder aufgebrochen werden. All das braucht Zeit, aber Wien ist auf einem guten Weg“, hält Frauenberger fest.

Berger-Krotsch: Arbeit gerecht verteilen

„Sie ist berufstätig, sie kümmert sich mehrheitlich um den Haushalt, sie pflegt die Mutter, sie macht mit den Kindern Hausaufgaben, sie sorgt für das Abendessen, er geht arbeiten und danach ins Fitnessstudio – gerecht verteilt ist unbezahlte Arbeit zwischen Frauen und Männern noch lange nicht. Daher ist unser Motto zum heurigen Equal Pay Day ,Arbeit gerecht verteilen‘. Keine Arbeit macht sich von selbst und sie darf nicht an den Frauen hängenbleiben. So ist es auch mit der Karenz: Noch immer nehmen sich zu wenige Männer eine berufliche Auszeit für ihre Kinder. Daher setzen wir auf bewusstseinsbildende Maßnahmen und nehmen auch Väter verstärkt in die Pflicht, genauso wie die Wirtschaft. Hier fehlt oft genug noch der Wille, die Karenz für Väter proaktiv zu unterstützen und umzusetzen. Aber Unternehmen müssen dafür Sorge tragen, dass auch Männer eine Karenzzeit in Anspruch nehmen können. Fest steht: Wir lassen nicht nach, sondern werden Frauen weiter empowern. Denn nur gemeinsam brechen wir die verkrusteten Strukturen auf“, betont die Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Berger-Krotsch. (Schluss) tr/nk

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