Bachmayer: "Zuwanderung und Flüchtlinge" Sorgenthema Nummer eins

OGM-Geschäftsführer präsentiert mit ÖVP-Klubobmann Lopatka Umfrage zu Werten und Grundhaltungen

Wien (OTS) - "Zuwanderung und Flüchtlinge" ist bei den Österreicherinnen und Österreichern mit 49 Prozent das Sorgenthema Nummer eins, gefolgt von Sicherheit und Kriminalität (37 Prozent) und Sozialthemen wie Einkommen (26 Prozent), Pensionen (24 Prozent), Wohnkosten (24 Prozent) oder Arbeit und Arbeitslosigkeit (21 Prozent) – Letzteres das Topthema der letzten 30 Jahre. Das sagte heute, Montag, der Geschäftsführer der Österreichischen Gesellschaft für Marketing (OGM) Wolfgang Bachmayer in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Klubobmann Reinhold Lopatka. Er präsentierte eine Umfrage zu Werten und Grundhaltungen der Österreicherinnen und Österreicher vor dem Hintergrund der Flüchtlingswelle. Insgesamt wurden knapp 1.000 Personen im Zeitraum zwischen 28. September und 5. Oktober 2016 befragt.

In der Umfrage wurden auch mehrere Fragestellungen angesprochen, fasste Bachmayer zusammen:

Die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreich setzt für ein Zusammenleben in Österreich voraus, dass die heimischen Gesetze beachtet werden (für 76 Prozent "absolut unverzichtbar"), der Staat für Recht und Ordnung sorgt (für 68 Prozent "absolut unverzichtbar") und Männer und Frauen gleich behandelt werden (für 67 Prozent "absolut unverzichtbar").

Mit Österreich verbindet man besonders ein Leben in Frieden und Freiheit (85 Prozent), Geborgenheit und Heimat (84 Prozent) und ein Leben in Sicherheit (84 Prozent). Weniger verbinden die Österreicherinnen und Österreicher damit eine "gelungene Integration von Zuwanderern". Auch den Einfluss Österreichs in der Welt bewerten sie zu 75 Prozent mit "weniger".

Dass christliche Feste und Bräuche in Frage gestellt werden, finden 79 Prozent bei muslimischen Zuwanderern als nicht akzeptabel. 79 Prozent sehen es in diesem Zusammenhang bei muslimischen Zuwanderern auch als nicht akzeptabel an, wenn sich Frauen mit einer Burka voll verschleiern. Dass muslimische Zuwanderer-Eltern ihre Kinder aus religiösen Gründen vom Sportunterricht abmelden möchten, lehnen 82 Prozent ab. Und 72 Prozent sprachen sich dagegen aus, dass es in Wien islamische Kindergärten vor allem für Muslime gibt.

Auch die Meinung zu Sanktionen gegenüber Flüchtlingen wurde abgefragt. 90 Prozent sind dafür, Flüchtlinge nach Straftaten in Österreich die Aufenthaltserlaubnis zu entziehen, bei fehlender Bereitschaft zur Integration sollten die Sozialleistungen gekürzt werden (90 Prozent). Bachmayer ging in diesem Zusammenhang auf die Mindestsicherung ein. 70 Prozent meinen, dass es für Flüchtlinge eine reduzierte Mindestsicherung geben soll, 20 Prozent sprachen sich für eine gleiche Mindestsicherung aus, wie sie die Österreicher bekommen, und neun Prozent gaben keine Angabe.

Die Unterlage zur Pressekonferenz ist demnächst auf www.oevpklub.at abrufbar.
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