Zoller-Frischauf und Hörl: "Arbeiten, wenn Arbeit vorhanden ist!"

Innsbruck (OTS) - Volle Unterstützung für die Aussagen von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner kommt heute von Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl.

Der Wirtschaftsminister hatte in seiner Grundsatzrede unter anderem die Dringlichkeit einer Arbeitszeitflexibiliserung für Österreich betont. „Damit greift Mitterlehner genau die richtigen Themen auf und erkennt, was Wirtschaft und damit auch der Arbeitsmarkt in unserem Land brauchen“, so Zoller-Frischauf.

Mit Unverständnis reagieren beide auf die reflexartige Kritik an den Aussagen. „Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, müsste selbst bereits erkannt haben, dass sich wirtschaftliche Bedürfnisse verändert haben. Dazu zählt, dass Arbeit dann geleistet werden können muss, wenn Nachfrage an Leistungen oder Produkten besteht. Österreich darf sich diesen Tatsachen nicht verschließen, wenn es als Standort vorne mit dabei sein will“, so Hörl. Dabei gehe es nicht darum, alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pauschal zu Mehrarbeit zu verdonnern. „Es geht vielmehr um mehr Spielraum für Unternehmen, um erfolgreich wirtschaften zu können. Davon profitieren nicht zuletzt auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Starke Unternehmen, sichere Arbeit“, so Zoller-Frischauf und Hörl. Nur so werde es in Zukunft auch attraktiv sein, Unternehmerin oder Unternehmer zu werden. „Die Rahmenbedingungen werden entscheiden, in welche Richtung sich das Land entwickelt. Mit dem aktuellen Stillstand werden wir zurückfallen. Daher braucht es flexiblere Arbeitszeiten, Steuersenkungen und Anreize für Investitionen“, so Zoller-Frischauf.

„Einschränkungen, Hürden und Belastungen sind genau der falsche Weg. Es ist völlig unverständlich, dass die Arbeitnehmervertretung hier aus falsch verstandenem Schutzinteresse im Endeffekt die eigene Klientel schwächt“, betont Zoller-Frischauf. Nichts anderes sei es nämlich, wenn Unternehmen eingeschränkt und damit in ihrer Leistungsfähigkeit gebremst werden. „Ebenso unverständlich und befremdlich ist es, dass Tirols AK-Präsident mit Äußerungen gegen Parteikollegen in die Öffentlichkeit geht und dabei zugleich zugibt, die entsprechenden Konzepte gar nicht im Detail zu kennen. Natürlich soll es zu keinem Abbau von Überstundenzuschlägen kommen. Die Mehrstunden eines bei Bedarf 12-Stunden-Tages sollen innerhalb eines Durchrechnungszeitraums wieder abgebaut werden können und wären deshalb zuschlagfrei."

"Schnelle Schlagzeilen sind kein Ausdruck einer konstruktiven und ehrlichen Politik. Die Zeiten der Panikmache müssen ein Ende haben“, so Hörl. Für ihn ist klar: "Alle wollen, dass den ArbeitnehmerInnen mehr bleibt. Dazu braucht es jedoch auch in Zukunft erfolgreiche Arbeitgeber, die Menschen unter den besten Rahmenbedingungen – dazu zählt etwa auch die notwendige Senkung der Lohnnebenkosten – beschäftigen können. Ein Beitrag der AK wäre es hier zum Beispiel, ihre Beiträge zu senken. Dies hätte direkte Auswirkungen und wäre ein spürbare Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, so Hörl.

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