"Österreich isst frei“-Infotag erreichte 48.000 Kundinnen und Kunden

Landesweite Sympathiekundgebungen des NÖ Bauernbunds und der Wir Niederösterreicherinnen – ÖVP Frauen

St.Pölten (OTS) - Beherztes und starkes Zeichen für die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft: Um auf die Folgewirkungen der aktuell äußerst niedrigen Erzeugerpreise aufmerksam zu machen, hat der Niederösterreichische Bauernbund erstmals gemeinsam mit den Wir Niederösterreicherinnen – ÖVP Frauen heute, Samstag, 22. Oktober 2016, eine landesweite Info- und Sympathiekampagne unter dem Motto "Österreich isst frei!" durchgeführt. Mitbeteiligt gewesen sind auch die ARGE „"Die Bäuerinnen“ und die Landjugend Niederösterreich.

An 30 Standorten, vor Supermärkten und Bauernläden, bei Direkt-vermarkterbetrieben sowie auf Shopping-Meilen, auf Stadt- und Ortsplätzen und vor Einkaufszentren, haben rund 500 Bäuerinnen und Bauern, sowie die ÖVP-Frauen unter Landesleiterin Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und Landjugendmitglieder in allen Bezirken Niederösterreichs das direkte Gespräch mit den Kundinnen und Kunden gesucht - und diese über den echten Wert und Preis heimischer hochqualitativer Lebensmittel informiert. In Summe konnten die gemeinsam wirkenden Sympathieträger mit ihrer Infokampagne am Samstag niederösterreichweit rund 48.000 Konsumentinnen und Konsumenten ansprechen.

"Jeder Griff ins Regal ist eine politische Aktion. Die Kundinnen und Kunden – und da sprechen wir speziell die Frauen an - sind unsere stärksten Verbündeten, wenn es um den Einkauf und die Versorgung der Haushalte mit regionalen Lebensmitteln geht. Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren gesunde Lebensmittel höchster Qualität. Wir erhalten mit unserem bewussten Einkauf aber auch ein Stück unserer Natur, ein Stück unserer Kulturlandschaft, ein Stück Tradition und ein Stück Lebensqualität. Das sollte uns beim täglichen Griff in das Einkaufsregal klar sein“, erklärte NÖ Bauernbundobmann NAbg. Hermann Schultes gemeinsam mit Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner und Agrar-Landesrat Stephan Pernkopf den Aktionstag.

Anhand der Niedrigstpreise, die aktuell für hochqualitative, regionale und frische bäuerliche Lebensmittel gerade noch gezahlt werden, kann die österreichische Selbstversorgung und Unabhängigkeit von Lebensmittelimporten allerdings nicht mehr garantiert werden. Die Lage der Bauern ist ernst wie noch nie: In Österreich verdienen agrarische Erzeuger an ihren Produkten nur einen geringen Bruchteil dessen, was Konsumenten als Endpreis für die Ware zu bezahlen haben. So erhielten Landwirte Anfang September vom Verkauf einer Semmel einen Cent, von einem Apfel vier Cent, von einem Liter Milch weniger als 30 Cent und von einer Bratwurst 15 Cent. Das bedeutet rund 17 Prozent Einkommensverlust binnen eines einzigen Jahres für unsere Bäuerinnen und Bauern.

Gemeinsam sind daher der NÖ Bauernbund und die ÖVP-Frauen an diesem Samstag für eine nachhaltige und beständige Landwirtschaft, für einen starken Wirtschaftsstandort und für mehr Beschäftigung im ländlichen Raum eingetreten.

Nicht zu vernachlässigen ist, dass die Landwirtschaft ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor am Land ist und viele Arbeitsplätze sichert. Arbeitsplätze in der Region bedeutet nicht zuletzt auch Kaufkraft in der Region. Rund 40.000 bäuerliche Betriebe gibt es in Niederösterreich. Sie sichern nicht nur 130.000 Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Bereichen, sondern jeder Betrieb sorgt auch dafür, dass 100 Menschen genügend und günstige Lebenssmittel haben.

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