Jakob Auer: "Exportmut kann Agrarpreise absichern helfen"

Arbeitsplätze wachsen nicht auf den Bäumen, sondern im Export

Wien, 21. Oktober 2016 (ÖVP-PD) "Reinhold Mitterlehner hat
es heute auf den Punkt gebracht. Nur mit Mut zur Veränderung,
mit Klarheit, Wahrheit, Orientierung und letztlich Reformen
können wir Österreich dorthin bringen, wo es richtig und
notwendig ist", unterstreicht Bauernbund-Präsident Jakob Auer
die heutigen Ausführungen von Vizekanzler und
Wirtschaftsminister Mitterlehner in der Aula der
Wissenschaften. Tatsächlich stehe Österreich vor neuen Herausforderungen. "Ohne den politischen Mut, die brennenden Aufgaben der Zeit zu bewältigen, bleiben die Türen in die
Zukunft verschlossen. Mit mutigen Antworten haben wir
stattdessen alle erdenklichen Chancen – auch als Partei." ****

Jeder 4. Euro wird im Export verdient

"Vor allem die schwierige Marktlage und der
Einkommensrückgang in der Landwirtschaft stellen den Mut
vieler Betriebe mitunter auf eine harte Probe. Viele Sorgen
sind existenzielle Sorgen", weiß Auer. "Es liegt auch an uns, unseren Landwirten die Perspektive für eine Zukunft zu geben,
indem wir Taten setzen." Auch wenn die "politischen Spielräume manches Mal sehr eng" seien, wie Auer einräumt. "Zu dieser politischen Verantwortung bekennen wir uns." Und fragt: "Wer
sonst sollte diese Antworten liefern können? Weder die Fundamentalkritik von grüner Seite noch eine vereinfachende Besserwisserei von blauer Seite helfen den Bauern weiter."

Wirtschaftsminister Mitterlehner sieht vor allem im Export
und auf den Weltmärkten große Entwicklungschancen, denn
bereits jetzt werde in der Landwirtschaft jeder vierte Euro im Export erwirtschaftet: "Manche tun so als würde sich
Österreich hinter den Mond verziehen können", kritisiert Auer
eine schrille Politik der Verunsicherung. "Wir müssen uns aber ernstlich überlegen, wie wir Österreich als Exportnation in
der Welt positionieren wollen. Wie wir den Standort als Ganzes stärken. Wo das Wachstum herkommen soll, das unsere
Sozialsysteme absichert. Jeder Prozentpunkt mehr im Export
bringt uns 10.000 Arbeitsplätze. Ich halte es für falsch,
diese Fakten zu ignorieren oder in der politischen Diskussion
zu verdrehen. Die österreichischen Arbeitsplätze wachsen nicht
auf den Bäumen, sondern im Export", sagt Auer. Auch für die Landwirtschaft sieht der Bauernbund-Präsident gute Chancen in
der Exportvermarktung von Milch- und Käsespezialitäten, von
Wein oder von Bioprodukten. "Wir können mit unseren Qualitäten
auf den internationalen Märkten gewinnen – dazu wurden die Exportanstrengungen bereits in einer Exportservicestelle
gebündelt und neue Märkte angebahnt, die sich positiv auf die Preissituation auswirken sollten und dabei mithelfen, die
Einbrüche im Russland-Geschäft zu kompensieren", schließt Bauernbund-Präsident Auer.

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