ORF III am Wochenende: „zeit.geschichte“ u. a. über „60 Jahre Ungarnaufstand“, „Best of Austria“ in „Erlebnis Bühne“

Außerdem u. a.: Marianne Mendt und Clemens Unterreiner in „Denk mit Kultur“, Jugend-Nighttalk „72 Stunden ohne Kompromiss“

Wien (OTS) - Abwechslungsreiches Informationsprogramm sowie ein musikalisches „Best of Austria“ stehen am Wochenende auf dem Programm von ORF III:

Am Samstag, dem 22. Oktober 2016, eröffnet um 9.00 Uhr „Politik live“ mit einer Zusammenfassung der Abschluss-Pressekonferenz des EU-Gipfels. Auf der politischen Agenda der Staats- und Regierungschefs finden sich diesmal die Themen Migration, Handel und die Beziehungen zu Russland. Zu Wort kommen u. a. Bundeskanzler Christian Kern, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.
Ein dreiteiliger „zeit.geschichte“-Dokuabend steht ab 20.15 Uhr im Zeichen politischer Konflikte, die sich im Grenzgebiet Österreichs zutrugen. So beleuchtet Birgit Mosser-Schuöcker vorerst „Südtirol – Überlebenskampf zwischen Mussolini und Hitler“ (20.15 Uhr) und das Jahr „1921 – Von Deutsch-Westungarn zum Burgenland“ (21.00 Uhr), bevor Andreas Pfeifer und Andreas Nowak zum 60. Jahrestag des Ungarnaufstands an die damalige „Flucht in die Freiheit“ (21.50 Uhr) erinnern.
Zwei Personen, die die Liebe zur Musik verbindet, begrüßt Birgit Denk anschließend in ihrem musikalischen Gesprächsformat „Denk mit Kultur“ (22.55 Uhr): Neben der Mutter des Austropops, Marianne Mendt, ist Bariton Clemens Unterreiner zu Gast, der sich mit „Something Stupid“ zum Duett mit Birgit Denk hinreißen lässt.
Zum Abschluss widmet sich ORF III der Sozialaktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ (23.50 Uhr): Unter dem Motto „Jung gegen Arm“ unterhält sich Moderator Faris Rahoma in der ersten von insgesamt drei Sendungen im Grazer Vinzidorf mit jungen Menschen über Armut, Ausgrenzung, sozialen Abstieg und was man dagegen tun kann.

Am Sonntag, dem 23. Oktober, spricht Hermi Löbl in einer weiteren Folge der historischen „Erlebnis Bühne“-Porträtreihe „Mütter“ (19.25 Uhr) mit der deutschen Sopranistin Anja Silja über ihr Familienleben und ihre langjährige Ehe mit dem Dirigenten Christoph von Dohnányi. Mit großer Oper eröffnet Barbara Rett danach den rot-weiß-roten Programmschwerpunkt rund um das fünfte Senderjubiläum von ORF III am Nationalfeiertag. Die ORF-Kulturexpertin lädt zu einem „Best of Austria“ (20.15 Uhr) und fragt nach den bedeutendsten Opernsängerinnen und -sängern unserer Zeit sowie den stimmgewaltigen Nachwuchstalenten, die die Sängernation Österreich auch in Zukunft auf den internationalen Bühnen vertreten werden. Mit ausgewählten Arien präsentieren sich u. a. Florian Boesch, Max Emanuel Cencic, Norbert Ernst, Daniela Fally, Angelika Kirchschlager, Genia Kühmeier, Elisabeth Kulman, Kurt Rydl, Daniel Schmutzhard, Martina Serafin, Markus Werba und Heinz Zednik.
Im zweiten Teil von „72 Stunden ohne Kompromiss“ (22.10 Uhr) besucht Faris Rahoma schließlich das Projekt „Stuwe“ in Linz, wo er die sogenannte „Generation Y“ selbst zu ihrer Gegenwart und Zukunft befragt. Die dritte Sendung über die Sozialaktion steht am Montag, dem 24. Oktober, auf dem Programm.

Details zum „zeit.geschichte“-Abend am Samstag, dem 22. Oktober:
„Südtirol – Überlebenskampf zwischen Mussolini und Hitler“ (20.15 Uhr), „1921 – Von Deutsch-Westungarn zum Burgenland“ (21.00 Uhr), „Flucht in die Freiheit – 60 Jahre Ungarnaufstand“ (21.50 Uhr):

Die ethnischen „Säuberungsbestrebungen“ Hitlers spalteten 1939 Familien, Dorfgemeinschaften und eine ganze Gesellschaft: Die sogenannte „Option“ sollte Südtiroler aus ihrer Heimat ins Deutsche Reich umsiedeln. Verschollen geglaubtes Propaganda-Filmmaterial der SS-Organisation „Ahnenerbe“ zeigt im ersten Film des Abends, „Südtirol – Überlebenskampf zwischen Mussolini und Hitler“, unter welch enormem Druck die Südtiroler damals ihre Wahl treffen mussten. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Friedensvertrag von Saint-Germain zum Synonym für als unerträglich empfundene Gebietsverluste. Für das geschrumpfte Österreich enthielt der Vertrag eine einzige erfreuliche Bestimmung: Deutsch-Westungarn sollte an die junge Republik angeschlossen werden. Bis zur tatsächlichen Übergabe des Burgenlandes im Herbst 1921 kommt es aber zu bisher wenig aufgearbeiteten Ereignissen: Die Dokumentation „1921 – Von Deutsch-Westungarn zum Burgenland“ von Birgit Mosser-Schuöcker erinnert an blutige Kämpfe, Geheimverhandlungen und eine in Vergessenheit geratene Volksabstimmung.
Zum Abschluss des „zeit.geschichte“-Abends nehmen Andreas Pfeifer und Andreas Nowak eine filmische Betrachtung über Flucht und Flüchtlingshilfe vor. Die Dokumentation „Flucht in die Freiheit – 60 Jahre Ungarnaufstand“ führt auf drei Ebenen von der historischen Aufarbeitung der Ereignisse und Beweggründe des Ungarnaufstandes 1956 über den Abbau des Eisernen Vorhangs bis zur Abschottungspolitik der Gegenwart. Denn 60 Jahre nach dem von österreichischer und internationaler Solidarität begleiteten Kampf um Freiheit und Demokratie sollen Zäune und Stacheldrähte heute vor jenen schützen, die aktuell vor Krieg, Zerstörung und Terror flüchten.

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