Mehr Mobilität mit weniger Verkehr (+Fotos)

ÖAMTC fragt die Öffentlichkeit nach Ideen für die Mobilität der Zukunft

Wien (OTS) - Mit der ÖAMTC FUTURE CHALLENGE startete der Club im Frühjahr 2016 einen Ideenwettbewerb für alle. Gesucht wurden neue Ansätze für die Mobilität der Zukunft. In seiner 120-jährigen Geschichte hat der ÖAMTC mit diesem Prozess zum ersten Mal nach den Ideen der breiten Masse gefragt. Verbandsdirektor Oliver Schmerold erklärt: "Wir wollten mit diesem Projekt Unternehmensgrenzen aufbrechen. Über 1.350 Teilnehmer und 450 Ideen bestätigen, dass sich Menschen – insbesondere unsere Mitglieder – mit dem Thema Mobilität aktiv auseinandersetzen wollen." Die Gewinnerideen wurden am 19. Oktober im Rahmen einer Veranstaltung ausgezeichnet.

Eröffnet wurde der Abend mit einer Rede des Mobilitäts- und Zukunftsforschers Stephan Rammler von der Hochschule Braunschweig. Er hat konkrete Vorstellungen von der Zukunft der Mobilität. "Wenn wir Nachhaltigkeit wirklich ernst nehmen, dann führt eigentlich kein Weg an einem sehr beschleunigten Totalausstieg aus den fossilen Energien vorbei. Das ist das Ende der Mobilität wie wir sie in den westlichen Industrie- und Wohlstandregionen kennen und auch das Ende des Verbrennungsmotors", so der Mobilitätsforscher. An die Verkehrspolitik appelliert er, mit neuen Technologien, verdichteten Raum- und Siedlungsstrukturen sowie der Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger eine nachhaltige und sozial gerechte Mobilität zu schaffen. Rammler: "Das Ziel ist mehr Mobilität mit weniger Verkehr."

Crowdsourcing – Die Weisheit der Masse

Die ÖAMTC FUTURE CHALLENGE war ein Crowdsourcing-Projekt. Da s bedeutet, dass eine breite Öffentlichkeit zur Mitarbeit an einer konkreten Fragestellung aufgerufen ist. Die besten Vorschläge wurden einerseits von den Teilnehmern selbst über ein Community-Voting und andererseits von einer Fachjury gekürt. Diese bestand aus Irene Fialka (Geschäftsführerin INiTS), Stefan Pierer (Geschäftsführer KTM), Stephan Rammler, Ernst Kloboucnik und Oliver Schmerold (beide ÖAMTC). Sie haben folgende Gewinnerideen gekürt:

* 1. Platz: Verbesserung der Zweiradmobilität. Diese Idee sieht vor, dass an allen ÖAMTC-Stützpunkten Servicestellen für Zweiräder eingerichtet werden. Außerdem sollte es die Möglichkeit zum Ausleihen von Fahrrädern und E-Bikes geben.

* 2. Platz: ÖAMTC E-Ladenetz mit Hilfe der Community. Viele Menschen haben für ihre Elektroautos eigene Ladestationen an ihrem Wohnort eingerichtet. Bei dieser Idee wird eine Sharing-Plattform vorgeschlagen, die das Teilen dieser privaten Stromtankstellen ermöglicht. Ist eine Ladestation frei, kann diese per App gebucht und mittels ÖAMTC Clubkarte genutzt werden.

* 3. Platz: §57a "Pickerl" 2.0. Drohnen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Laut dieser Idee sollte der ÖAMTC ein Angebot für Besitzer von Drohnen schaffen um diese regelmäßig (ähnlich dem Pickerl beim Auto) zu begutachten, um deren Sicherheit zu gewährleisten.

Über Stephan Rammler

Dr. Stephan Rammler ist Mobilitäts- und Zukunftsforscher, Gründungsdirektor des Instituts für Transportation Design und Professor für Transportation Design & Social Sciences an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Sein Kerngebiet liegt in der Mobilitäts- und Zukunftsforschung in Verkehrs-, Energie- und Innovationspolitik sowie in Fragen kultureller Transformation und zukunftsfähiger Umwelt- und Gesellschaftspolitik.

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