bOJA: „Jugendarbeit wirkt“

bOJA - Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit zur Studie „Jugendliche in der Offenen Jugendarbeit – Identitäten, Lebenswelten & abwertende Einstellungen“

Wien (OTS) - Das bundesweite Netzwerk Offene Jugendarbeit, das 623 Einrichtungen (Jugendzentren und mobile Jugendarbeit/Jugendstreetwork) in Österreich vertritt, begrüßt das rege Interesse und die Diskussion zu den veröffentlichten Studienergebnissen aus Wien.

Die Studie zeigt auf, dass Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien vielfältige Probleme haben. Sie zeigt aber auch, dass dort, wo es Begegnungsräume gibt, Vorurteile abgebaut werden und weist klar darauf hin, dass „gemischte“ Freundeskreise präventiv gegen Radikalisierungstendenzen wirken.

Offene Jugendarbeit, sowohl in städtischen Ballungszentren als auch in ländlichen Gebieten, stellt eine wichtige Ressource für Jugendliche in deren sozialen Räumen dar. Sie stellt strukturierte und professionell begleitete Settings bereit, in denen junge Menschen Erfahrungen mit Vielfalt, Toleranz und Anderssein machen können.

Offene Jugendarbeit wirkt mit ihren spezifischen Zugängen und Methoden Parallelgesellschaften entgegen und trägt wesentlich zu einem gelingenden gesellschaftlichen Miteinander bei. Die in der Studie befragten Jugendlichen bestätigen diese Wirkung, indem sie zu 85% sagen, dass Jugendarbeiter_innen für sie da sind, wenn sie Probleme haben und zu 87% der Offenen Jugendarbeit zuschreiben, dafür zu sorgen, dass sie nicht auf die „schiefe Bahn“ geraten.

2016 wurde zum „Jahr der Jugendarbeit“ ausgerufen. Die vorliegende Wiener Studie trägt dazu bei, den Wert und die Bedeutung von Jugendarbeit in Österreich darzustellen. bOJA betont, dass Offene Jugendarbeit Priorität bekommen muss und dass dazu auch ausreichend Ressourcen zur Verfügung gestellt werden müssen.

Mit dem Thema Radikalisierung von Jugendlichen bzw. Extremismustendenzen Jugendlicher beschäftigt sich die Offene Jugendarbeit seit Jahren. Vor 2 Jahren übernahm bOJA als Dachverband der Offenen Jugendarbeit die Trägerschaft der Beratungsstelle Extremismus, die sich mit ihren Angeboten vor allem an Angehörige und Multiplikator_innen richtet, aber auch mit Jugendlichen selbst arbeitet.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit
Mag.a Stephanie Deimel, M.A.
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Mail: stephanie.deimel@boja.at , Tel: 0660-5768237

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