Walser: Rechtsextremer Kongress in Linz wäre verheerendes Signal

Grüne fordern LH Pühringer auf, Mietvertrag mit Veranstaltern zu lösen

Wien (OTS) - „Wenn zahlreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Politik und vor allem der NS-Opferorganisationen gegen die Vermietung der Linzer Redoutensäle an die Veranstalter des Kongresses der ‚Verteidiger Europas‘ auftreten, sollte das nicht nur Landeshauptmann Pühringer ernstnehmen, sondern auch die Organe der Republik interessieren. Alles andere als die Lösung des Mietvertrages mit den rechtsextremen Organisatoren wäre ein verheerendes Signal nach außen, aber auch nach innen“, kommentiert der vergangenheitspolitische Sprecher der Grünen, Harald Walser, die bisherige Weigerung von Landeshauptmann Josef Pühringer, den derzeit bestehenden Mietvertrag aufzukündigen.

Walser bezieht sich auf einen heute veröffentlichten Appell des „Mauthausen Komitee Österreich“, den zahlreiche Persönlichkeiten unterzeichnet haben – darunter die KZ-Überlebenden Marko Feingold, Rudolf Gelbard und Käthe Sasso, der Präsident des Internationalen Mauthausen Komitees Guy Dockendorf – in dem Pühringer aufgefordert wird, den Vertrag zu lösen und damit dem Land Oberösterreich das blamable Rechtextremisten-Treffen zu ersparen.

„Ich frage Josef Pühringer, was er sich dabei denkt, wenn er sich symbolisch mit Personen ins Bett legt, die laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands zahlreiche Überschneidungen zum organisierten Neonazismus und eine neofaschistische Schlagseite aufweisen“, sagt Walser. Er legt Landeshauptmann Pühringer auch dringend nahe, sich bei der Stadt Marburg zu erkundigen, warum etwa an die Burschenschaft Germania Marburg, die den geplanten Linzer Kongress maßgeblich mitorganisiert, seitens der Stadt keine Räumlichkeiten mehr vermietet werden: „Die Antwort könnte für Pühringer sehr erhellend sein. Wir haben jedenfalls schon genügend Probleme mit den heimischen Rechtsextremen und Neonazis und müssen sie daher nicht auch noch in Massen zu einem Treffen importieren. Daher gibt es aus Grüner Sicht nur ein einziges richtiges Zeichen:
Die Verhinderung, dass dieser Kongress der Schande in Österreich stattfinden kann.“

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