Sobotka: Tief greifende Umgestaltung des Hitler-Geburtshauses beste Lösung

Um Wiederbetätigung und Gedenken an Nationalsozialismus zu unterbinden, spricht sich der Innenminister für architektonische Umgestaltung des Hitler-Geburtshauses aus

Wien (OTS) - Nach Prüfung des Abschlussberichtes der Kommission zum historisch korrekten Umgang mit dem Geburtshaus Adolf Hitlers, äußerte sich nun Innenminister Wolfgang Sobotka zur weiteren Vorgehensweise. „Ich teile die Ansicht der Kommission, wonach eine tief greifende architektonische Umgestaltung sinnvoll ist, um sowohl den Wiedererkennungswert als auch die Symbolkraft des Gebäudes dauerhaft zu unterbinden“, so Sobotka wörtlich. Dabei wäre nach Neugestaltung des Gebäudes eine soziale oder behördliche Nutzung denkbar. In jedem Fall solle aber keinerlei Verbindung zur Person Adolf Hitlers bestehen bleiben, da ansonsten der Mythos des Geburtshauses fortgeschrieben werden würde, so Sobotka weiter.

Die Kommission, die aus 13 Mitgliedern bestand, hatte im Abschlussbericht zudem darauf hingewiesen, dass auch eine leerstehende Fläche in keinem Fall ratsam sei, da dies eine Leugnung der österreichischen Geschichte implizieren könnte.

Noch am kommenden Dienstag wird eine Regierungsvorlage zum Enteignungsgesetz im Innenausschuss behandelt. Nach Abschluss des parlamentarischen Prozesses könnte dieses noch bis Ende des Jahres in Kraft treten. Die Republik wäre ab diesem Zeitpunkt Eigentümer und könnte damit über die Nutzung des Gebäudes verfügen.

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