VSStÖ ad Aktionsgemeinschaf (AG): Vertretet endlich die Interessen der Studierenden und nicht die der ÖVP!

AG stärkt ÖVP den Rücken und verrät Studierende!

Wien (OTS) - Bei dem jetzigen Vorschlag zur Studienplatzfinanzierung des Wissenschaftsministers, Reinhold Mitterlehner, wird die Zahl der Studienabsolvent_innen herangezogen. Als Basis werden dann Normkosten definiert, die den Finanzierungsanteil pro Studienplatz darstellen und aus dem dann wiederum das Budget der Hochschulen erstellt wird.

„Eine Studierendenorganisation, die Zugangsbeschränkungen beschönigt und nach einer Studienplatzfinanzierung schreit, hat ihre Aufgabe nicht begriffen! Um eine Erhöhung der Absolvent_innen-Quote zu erreichen, müssen Voraussetzungen geschaffen werden, die es Studierenden ermöglicht ohne weitere Hürden ihrem Studium nachzugehen“, zeigt sich Katrin Walch, Vorsitzende des Verbands Sozialistischer Student_innen in Österreich (VSStÖ) entsetzt über eine solche Herangehensweise.

61% der Studierenden müssen neben ihrem Studium arbeiten gehen und jede_r vierte ist von Armut betroffen. Schuld daran ist unter anderem unser Beihilfensystem, welches seit 17 Jahren nicht mehr an die Inflation angepasst wurde und nur ein geringer Bruchteil der Studierenden eine Studienbeihilfe überhaupt erhält.

„Bereits ein Job über zehn Wochenstunden führt zu einer erheblichen Verzögerung des Studiums. Es braucht daher eine ausreichende staatliche Finanzierung und keine weiteren Hindernisse für Studierende. Dass die AG bei solchen Zahlen nicht aufschreit, zeigt doch welche Interessen sie tatsächlich vertritt“, führt Walch aus.

Die Unterfinanzierung der Hochschulen darf nicht ständig auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen werden. Als politische Interessenvertretung hat man die Interessen der Studierenden und nicht die Interessen des Wissenschaftsministers zu vertreten. Die Aktionsgemeinschaft versagt in diesem Fall komplett und täte gut daran, wieder die Studierenden in den Mittelpunkt ihres politischen Handelns zu rücken.

„Wir als VSStÖ sprechen uns schon längst gegen Zugangsbeschränkungen und die Studieneingangs- und Orientierungsphase aus und fordern stattdessen eine echte Orientierungsphase, die niemanden wertvolle Zeit kostet und nicht nur zum Aussieben dient“, so Walch abschließend.

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