Neues Volksblatt: "Perspektiven" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 17. Oktober 2016

Linz (OTS) - Es ist ein Schlüsselwort unserer Gesellschaft:
Perspektive. Jeder einzelne braucht sie für sich, aber auch eine Gesellschaft braucht sie. Und kompliziert wird es, wenn die Perspektive des einzelnen nicht mit einer Perspektive der Gesellschaft zusammenpassen will. Genau in diesem Dilemma befinden sich in Wien offensichtlich Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sich in Parks und Jugendzentren treffen. Ein Drittel der jungen männlichen Muslime dort sei akut gefährdet, sich zu radikalisieren. Sie hegen Sympathien für den Dschihadismus und stehen der westlichen Kultur feindselig gegenüber – so das Ergebnis einer Studie der Stadt Wien. Aus solchen Perspektiven wurden in Frankreich und Belgien Attentäter. Und daher sollten auch bei uns die Alarmglocken schrillen: Es braucht Perspektiven-Wechsler. Unter diesem Motto fand am Freitagabend der JVP-Landestag statt. Und die größte politische Jugendorganisation in OÖ gab sich nicht nur eine neue weibliche Führung. Sie entwarf auch Perspektiven „über den Tellerrand“ und fordert etwa rechtzeitige Deradikalisierung. Denn leider wurde vielerorts statt integriert nur ignoriert und statt EINER pluralen Gesellschaft drohen nun viele Parallelgesellschaften. Das ist aber keine Perspektive für eine Gesellschaft, denn was Sir Francis Bacon über den einzelnen sagt, gilt auch für die Gesellschaft: „Nicht was der Mensch isst, sondern was er verdaut, macht ihn stark.“

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