SP-Tanja Wehsely: Wien schützt mit Netzwerk Jugendliche vor Extremisten

Studie des Netzwerkes zur Deradikalisierung und Prävention zeigt klar: Jugendliche brauchen Perspektiven und sehnen sich nach Zugehörigkeit

Wien (OTS/SPW) - Das Netzwerk für Deradikalisierung und Prävention arbeitet seit 2014 daran, die Wiener Kinder und Jugendlichen wirkungsvoll vor radikalen Einflüssen zu schützen. „Das Netzwerk, in welchem die zuständigen Stellen der Stadt eng miteinander verknüpft arbeiten, ist einmalig in Europa“, erklärt SP-Gemeinderätin Tanja Wehsely. Das Netzwerk wurde mit Unterstützung aller Fraktionen 2014 per Gemeinderatsbeschluss installiert und ist in der Kinder- und Jugendanwaltschaft angesiedelt, weil es um Kinder- und Jugendschutz geht.****

„Die Stadt Wien hat bereits vor Jahren vorbeugend agiert, um Radikalisierung zu bekämpfen. Seither wurden tausende PädagogInnen aus allen Bereichen der Stadt Wien geschult, Beratungsgespräche und weitere Hilfestellungen für junge Menschen und ihre Familien wurden angeboten. JugendarbeiterInnen, SozialarbeiterInnen und LehrerInnen werden damit erfolgreich auf das Erkennen von Radikalisierung sowie den präventiven Umgang mit Radikalisierung geschult“, so die SP-Gemeinderätin.

Verwundert zeigt sich die Wiener Gemeinderätin über die Reaktionen der Opposition und empfliehlt einen Blick in den ausführlichen Jahresbericht der Kinder- und Jugendanwaltschaft: „Es ist eigentlich unvorstellbar, dass es Menschen gibt, die das Ergebnis der Studie missbrauchen, um politisches Kleingeld zu wechseln. Auch der Ruf nach mehr Transparenz in dem Thema ist nicht verständlich, kommuniziert die Stadt Wien doch permanent öffentlich und aktiv zu dem Thema. Alle Fraktionen wurden außerdem von mir in nahezu jeder Gemeinderatssitzung über die Aufgaben und Aktivitäten des Netzwerks für Deradikalisierung und Prävention.“

Die jüngste Studie an der offenen Jugendarbeit (OJA) zeigt, dass besonders für muslimische Jugendliche die Religion immer stärker ein Abgrenzungsmerkmal gegenüber anderen wird. „Wir müssen allen Jugendlichen das Rüstzeug in die Hand geben, sich vor der Vereinnahmung von Radikalen zu wehren. Da sind sowohl die Jugendarbeit, aber auch die Schule und die Eltern, gefragt“, ist Wehsely überzeugt.

Die Studie stellt der Offenen Jugendarbeit in Wien ein sehr gutes Zeugnis aus: 90 Prozent der Befragten sind sehr zufrieden bis zufrieden mit ihrer Jugendeinrichtung. 83 Prozent gaben sogar an, dass die Jugendarbeit sie davor beschützt, auf die schiefe Bahn zu geraten. „Die Wiener Jugendzentren bilden damit eine solide Grundlage, die Wahrscheinlichkeit einer Radikalisierung deutlich zu mindern. Darüber hinaus brauchen Jugendliche aber auch materielle Sicherheit etwa durch eine Berufsausbildung bzw. einen geregelten Job.“

Abschließend bedankt sich Wehsely „bei allen KollegInnen in den Bildungseinrichtungen, in der Jugendarbeit und den Sicherheitsexperten für die beständige, konzentrierte und kooperative Arbeit für unsere Jugend und unsere Stadt. Die rasche und reibungslose Zusammenarbeit so wichtiger Stellen wie Schule, Jugendarbeit, Jugendwohlfahrt und Polizei ist die beste Antwort auf die aktuellen Herausforderungen.“ (Schluss)

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