LR Androsch: „Armut hat viele Gesichter – die Politik muss solidarische Gesellschaft fördern“

Am Vortag des internationalen Tages zur Beseitigung der Armut (17.10.) tritt der Sozial-Landesrat für bedachtes, soziales Agieren und gegen Spaltung auf

St. Pölten (OTS) - „In einem der reichsten Länder des Erdballs – Österreich - sind 1.178.000 Menschen armutsgefährdet. Die Politik ist angehalten darauf tagtäglich Antworten zu finden, anstatt zu spalten. Die Bevölkerung von Ländern mit geringen „Einkommens“-Unterschieden ist glücklicher und das Land sicherer – sagen namhafte Studien. Wer möchte nicht in einer Gesellschaft leben in der Bildung nicht vererbbar, sondern für jeden ein Aufstieg möglich ist? Wer will nicht in einem Land leben, in dem jeder sich ein gesundes Leben und bewusste Ernährung leisten kann? Ich unterstelle, jeder von uns hat das ehrliche Anliegen, dass niemand in Österreich obdachlos sein oder sich tagtäglich darum sorgen muss sich das Allernötigste leisten zu können. Ein Dach über dem Kopf, Nahrung und Fortbewegung muss der Staat für alle garantieren. Das sind die Grundlagen, nach schweren Schicksalsschlägen – Jobverlust, familiäre Probleme, etc. – wieder ins Leben zurückzufinden. Und diese Garantie sorgt dafür, dass es auf unseren Straßen sicher ist und niemand von Kleinkriminalität leben muss“, so Sozial-Landesrat Ing. Maurice Androsch.

Über 200.000 Kinder und Jugendliche bis 19 sind unter den armutsgefährdeten ÖsterreicherInnen. Die SPÖ ist jeden Tag aufs Neue bestrebt die Gesellschaft ein Stück weit solidarischer zu machen. Androsch weiter: „Bildung, das österreichische Gesundheitssystem, das jedem gleichermaßen in hochwertiger Qualität zur Verfügung steht und leistbare Öffis sind die Grundlage für jene Kinder und Jugendlichen einen sozialen Aufstieg, heraus aus der Armutsgefährdung zu schaffen.“

Darüber hinaus wäre es ein Gebot der Stunde, bei steigender Arbeitslosigkeit, eine Grundversorgung aller, die in eine schwierige Situation geraten sind, sicher zu stellen. „Alles andere als eine bundesweite Lösung der Mindestsicherung ist nicht akzeptabel. Niemandem ist zu erklären, wieso es in einem verhältnismäßig kleinen Land wie Österreich in einer so wichtigen sozialen Frage neun Bundesländerlösungen geben soll. Die ÖVP NÖ ist im Begriff einen Monat nach dem Tag zur Beseitigung der Armut ein Gesetz dazu zu beschließen, das die Armut verstärken würde. Diese Einschnitte treffen großteils AlleinerzieherInnen und Familien mit Kindern, von denen ein Teil sogar einer Arbeit nachgeht, nur davon nicht leben kann und auf das Niveau der Mindestsicherung gefördert wird. Die Diskussion über Verteilungsgerechtigkeit zu führen begrüssen wir grundsätzlich - nur nicht auf dem Rücken der Ärmsten. Denn Einschnitte in diesem Bereich bringen niemandem etwas und gefährden vor allem betroffene Kinder, und – das sei an dieser Stelle ebenso erwähnt – bergen die Gefahr in sich, dass es zu vermehrter Obdachlosigkeit und Hungerleid kommt. Wir brauchen die Anstrengungen des Wirtschaftsministers den Arbeitsmarkt anzukurbeln und wir benötigen einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.700 Euro, um jenen Menschen, die im Arbeitsleben stehen den Lebensstandard, in Zeiten stetig steigender Mieten und Lebenskosten, zu sichern“, so Landesrat Androsch abschließend.

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