Schieder zu Einstellung von Népszabadság: Schwerer Schaden für kritischen und unabhängigen Journalismus

„Wird Thema bei der nächsten Sitzung der parlamentarischen Versammlung des Europarates“

Wien (OTS/SK) - Als einen „schweren Schaden für den kritischen und unabhängigen Journalismus“ bezeichnet SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder die Schließung der ungarischen Zeitung Népszabadság. Die wichtigste kritische Tageszeitung Ungarns wurde vom österreichischen Eigentümer geschlossen. „Man hat den starken Eindruck, dass der österreichische Eigentümer – ein bekannter Spekulant, der mit Ostgeschäften besonderen Reichtum angehäuft hat – nicht nur aus ökonomischen Gründen entschieden hat, sondern eher jemanden einen großen politischen Gefallen tun wollte“, so Schieder am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Nach dem gestrigen Treffen mit Redaktionsmitgliedern von Népszabadság in Wien zeigt sich der SPÖ-Klubobmann überzeugt, dass nicht Verluste die Ursache der Schließung waren: „Nicht die Verluste sind der Grund, sondern der massive Anzeigenboykott.“ Schieder signalisierte den Redaktionsmitgliedern, unter ihnen der Vizechefredakteur Marton Gergely „volle Unterstützung“ zu und kündigt an, die Situation in Ungarn bei der nächsten Sitzung der parlamentarischen Versammlung des Europarates zu thematisieren. „Es ist ein weiterer schwerer Schlag für die Medienvielfalt und Pressefreiheit in einem EU-Mitgliedstaat“, so Schieder, der in diesem Zusammenhang auf die Kritik der OSZE verweist. So zeigte sich die Medienfreiheitsbeauftragte der OSZE, Dunja Mijatović, besorgt über die Betriebsstilllegung bei Ungarns größter oppositioneller Tageszeitung. (Schluss) rm/ve

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