Korosec: Pensionserhöhung für 2017 muss kräftiger ausfallen!

Wien (OTS) - 15. Oktober 2016 – „Die Österreichische Nationalbank hat erst vor kurzem in ihrer Prognose für das Jahr 2017 vorhergesagt, dass die Inflation auf 1,7 Prozent steigen wird. Die für das nächste Jahr anvisierte Erhöhung der Pensionen um 0,8 Prozent macht nicht einmal die Hälfte aus, womit es zu einem nicht unbedeutenden, realen Verlust für alle Betroffenen kommen wird. Aufgrund dieser Tatsache ist eine kräftigere Erhöhung der Pensionen für nächstes Jahr unumgänglich, um den Lebensstandard der Pensionisten auch nur teilweise halten zu können“, betont LAbg. Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes.

In diesem Zusammenhang weist Korosec darauf hin, dass die durchschnittliche Pensionshöhe derzeit 1.102 Euro brutto beträgt.

Nicht nur die Inflationshöhe des nächsten Jahres stellt die Pensionisten vor Probleme ihren Lebensstandard zu halten, sondern auch die derzeitigen Niedrigzinsen für Sparguthaben. Derzeit erhält man laut Medien für täglich fällige Gelder bestenfalls 0,125 Prozent; und das bei einer prognostizierten Inflationsrate von 1,7 Prozent für nächstes Jahr. Schuld an dieser Situation ist die Niedrigzinspolitik der EZB und diese wird sich sicher nicht so bald ändern, womit die Pensionisten mittelfristig mit einer realen Erosion des Wertes ihres Notgroschens konfrontiert sind. Pensionisten sind insoferne besonders betroffen, da sie ihr Erspartes auf Sparbücher legen müssen, weil sie ihr Geld jederzeit verfügbar brauchen und sich daher auch nicht auf langfristige risikoreiche Anlageformen einlassen können.

„Neben den Pensionseinkünften sind die Rücklagen für einen besonderen Geldbedarf ein wichtiger Punkt für die Senioren um ihr Leben sorgenfreier gestalten zu können. In diesem Zusammenhang sei nur darauf hingewiesen, dass aufgrund der derzeitigen Zinssituation ein Guthaben von 10.000,- Euro nur mehr von 12,50 Euro erbringt. Vor einigen Jahren bei 4 bis 5 Prozent Habenzinsen, aber 400,- bis 500,-Euro pro Jahr zur Folge hatte. Dieses Beispiel dient als Illustration dafür, mit welchen Problemen die Pensionisten derzeit gegenüber vergangen Jahren zusätzlich konfrontiert sind und das auch aus diesem Grunde eine nachhaltige, spürbare Pensionserhöhung dringend geboten erscheint“, so Korosec abschließend.

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Österreichischer Seniorenbund, LAbg. Ingrid Korosec, Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, Tel.: (+43)0676-7223055, ikorosec@seniorenbund.at, www.seniorenbund.at

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