Pariser Klimavertrag -Stronach/Steinbichler: Wir schneiden Erde die Lunge raus und gefährden Ernährungssouveränität!

1000 ha Regenwald werden stündlich gerodet – 2 Millionen Flüchtlinge durch Klimakatastrophen – 800 Millionen Menschen leiden Hunger

Wien (OTS) - „Was ist aus dem Pariser Klima- und Umweltschutzzielen geworden?“ fragt Team Stronach Agrarsprecher Leo Steinbichler im Zusammenhang mit der Umsetzung des Klimavertrags von Paris in Österreich. Es gab großartige Enqueten und Klimatreffen, aber in Wahrheit trete man auf der Stelle. „Allein durch den Hurrikan auf Haiti mit 1000 Todesopfern haben wir neben dem menschlichen Leid einen fürchterlichen volkswirtschaftlichen Schaden. Trotzdem passiert nichts, wir roden weiter stündlich 1000 Hektar Regenwald. Wir schneiden der Erde die Lunge raus und gefährden so unsere Ernährungssouveränität!“, warnt Steinbichler.

„Weltweit haben 800 Millionen Menschen Hunger, weil sie nicht genug zu essen haben. Aber wir reden über Überschuss“, erinnert Steinbichler an den morgigen Welternährungstag. Gleichzeitig seien 62.000 Container-Schiffe steuerfrei auf den Weltmeeren unterwegs und „bringen uns alles, was unsere natürlichen und gesunden Lebensmittel ersetzt“, mahnt der Team Stronach Abgeordnete. Diese „Lebensmittel“ würden aber nicht nur die Umwelt und das Klima, sondern auch ganz besonders die Gesundheit der Konsumenten belasten und die regionalen Arbeitsplätze gefährden.

Wesentlich sei auch, was im Biomassebereich passiere. „Mit viel Steuergeld errichtete Hackschnitzelheizungen werden stillgelegt und diese Energie wird ersetzt durch Atomstrom und Gas aus Russland“, so Steinbichler.

Besorgniserregend sei auch die Zunahme der Klimakatastrophen. Experten sprechen bis 2017 von einer Verzehnfachung. „Zwei Millionen Klima- und Wirtschaftsflüchtlinge sind unterwegs, weil sie durch Dürren, durch Klimakatastrophen vor Ort keine Chancen mehr haben. Da kommen Kosten auf uns zu, die wir nicht mehr tragen werden können“, warnt Steinbichler. Deshalb sei es dringend notwendig, die Ziele schnellstens umzusetzen, denn „nur durch Regionalisierung haben wir wieder Steuerungsmöglichkeiten, der Mensch im Mittelpunkt muss das Ziel sein“, so Steinbichler.

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