„profil“: Radioaktives Gestein in Schulen gefunden

Vergessene Pechblenden aus den Mineraliensammlungen von elf Salzburger Schulen entfernt

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, lagerten in den Biologiezimmern von elf Schulen in Salzburg jahrzehntelang 38 radioaktive Mineralien, die einst dem Unterricht dienten. Gefahr für Schüler und Lehrer bestand nicht.

Gefunden wurden die Steine von Thomas Neff, Aktionsleiter der Plattform gegen Atomgefahren (www.plage.at), bei einem Besuch in einem Salzburger Gymnasium. Er alarmierte die Sanitätsdirektion des Landes, welche daraufhin eine große Suchaktion in allen Salzburger Schulen veranlasste. Fündig wurde man bisher im BG St. Johann, im PG Herz-Jesu-Missionare, in der VS Nonntal, im BG Seekirchen, im BG Zaunergasse, im BRG Akademiestraße, in der NMS Lofer, in der NMS Bürmoos, in der BHAK I Salzburg, im PG St. Rupert und in der PNMS Goldenstein. 90 Prozent der Schulen in Salzburg durchsucht. Für Schüler und Lehrer dürfte keine Gefahr bestanden haben.

Derzeit befinden sich die Pechblenden, aus denen Physik-Nobelpreisträgerin Marie Curie 1898 das bis dahin unbekannte Element Radon extrahiert hatte, im Nuklidlager der Uni Salzburg. Vergangene Woche fand Aktionsleiter Thomas Neff erneut Pechblenden in zwei oberösterreichischen Schulen. „Nun sind das Gesundheits-, das Bildungsministerium und die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt am Zug, österreichweit nach den radioaktiven Steinen zu fahnden“, sagt Neff.

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