SP-Wagner: Perfide Doppelstrategie der Ärztekammer bezüglich augenärztlicher Versorgung jenseits der Donau

Wien (OTS/SPW-K) - "Möglicherweise ist es ein blinder Fleck, der die Wahrnehmung der Ärztekammer bezüglich der augenärztlichen Versorgung jenseits der Donau trübt. Oder es handelt sich hier um eine besonders perfide Doppelstrategie, um die knallharte Interessenpolitik zu eigenem Gunsten zu verschleiern", so der SPÖ-Abgeordnete Kurt Wagner zur Kritik der Ärztekammer an der augenärztlichen Versorgung in Floridsdorf und Donaustadt. "Wie soll man sonst die Kritik verstehen, wenn einerseits die Ärztekammer seit langem ein Augenambulatorium auf dem Gelände des Krankenhauses Nord verhindert und andererseits eine Unterversorgung genau in diesem Stadtteil beklagt", gibt Wagner zu bedenken.

Die Ärztekammer lässt das Ambulatorium mit merkwürdigen Scheinargumenten nicht zu - Konzerne würden sonst unsere Gesundheitsversorgung übernehmen, obwohl das Augenambulatorium in Floridsdorf von Ärzten und keineswegs von Pharmafirmen betrieben werden soll. Möglicherweise habe der Widerstand der Ärztekammer mit dem von ihr immer wieder angestrengten Patientenwohl gar nichts zu tun, sondern vielmehr mit eigenen wirtschaftlichen Interessen:
Ambulatorien entrichten ihre Kammerumlage an die Wirtschaftskammer, niedergelassene Ärzte an die Ärztekammer. Der Ärztekammer würden daher Mitgliedsbeiträge entgehen, was sie angesichts der millionenschweren Kampagnen, die sie in der letzten Zeit gegen notwendige Weiterentwicklungen in der Gesundheitspolitik anstrengt, wohl schmerzhaft spüren würde.

"Das Augenambulatorium in Floridsdorf hat jedenfalls die Bewilligungen von Seiten der Stadt Wien und der Krankenkasse. Es fehlt nur noch die Zustimmung der Ärztekammer. Anstatt auf andere zu zeigen, soll die Kammer sofort die Zustimmung für das Ambulatorium erteilen, dann wäre die augenärztliche Versorgungslage in Floridsdorf gleich deutlich besser", schloss Wagner.

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