LR Androsch: Präventivmaßnahme „Frühe Hilfen“ soll nach Pilotbetrieb in die Fläche ausgerollt werden

Kinder & Jugend-ReferentInnen-Konferenz tagt zu Themen „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“, „Frühe Hilfen“, „Annahme an Kindesstatt“, etc.

St. Pölten (OTS) - „Frühe Hilfen“ bezeichne das systematische und frühzeitige Erkennen von belasteten Familien durch die Familienbegleitung, die für diese in einem umfassenden Case Management Hilfe anbieten kann, die der Säugling, das Kleinkind oder die Familie brauchen. „Kindliche Entwicklungsperspektiven können so langfristig verbessert werden, denn frühe Kindheitserfahrungen haben häufig tiefgreifende und lang andauernde Auswirkung auf die psychische und körperliche Gesundheit und die Lebensqualität im Jugend- und Erwachsenenalter“, so Landesrat Ing. Maurice Androsch zu diesem wichtigen Präventivprojekt, das auch in Niederösterreich bereits erprobt wird und dementsprechende Erfolge zeigt.

Auf Betreiben Niederösterreichs ersuche die Landes-Kinder & Jugendhilfe-ReferentInnen-Konferenz darüber hinaus das Justizministerium - zur Beseitigung der derzeitigen Unklarheiten bei der Annahme an Kindesstatt - eine rechtliche Regelung in § 191 ABGB zu schaffen, die die Frage der Zulässigkeit der gemeinsamen Adoption durch Eingetragene PartnerInnen und LebensgefährtInnen, sowie die Möglichkeit der gemeinsamen Adoption durch andere Familienmitglieder und Dritte eindeutig beantwortet.

Neben vielen anderen aufgegriffenen Themen sei Landesrat Androsch wichtig zu betonen, dass der Bund eine Verantwortung hätte, was das Auffangen von schwer traumatisierten jugendlichen Flüchtlingen, bzw. Flüchtlingen mit Behinderung betrifft: „Etwa 2 % der jugendlichen Flüchtlinge sind schwer traumatisiert, oder haben aufgrund einer Behinderung besonderen Betreuungsbedarf. Wir müssen hier zu einer Lösung kommen rasch und unbürokratisch die dem Land entstehenden Zusatzkosten vom Bund ersetzt zu bekommen. Hier ist Bundesminister Sobotka gefordert, Maßnahmen zur Abgeltung zu finden, die es den Ländern ermöglichen den Betreuungsaufwand zu finanzieren.“

Rückfragen & Kontakt:

Büro LR Ing. Androsch
Anton Feilinger
Pressereferent
0699/13031166
anton.feilinger@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0001