- 14.10.2016, 10:40:05
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Bayr zum Tag der ländlichen Frauen: Gesundheitsvorsorge am Land oft schlechter
Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern wegen verzögerten Zugang zu medizinischer Betreuung sehr hoch
Utl.: Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern wegen verzögerten
Zugang zu medizinischer Betreuung sehr hoch =
Wien (OTS/SK) - „Frauen am Land sind von der Gesundheitsversorgung
oft besonders abgeschnitten“, stellt Petra Bayr, Bereichssprecherin
für globale Entwicklung der SPÖ, anlässlich des Internationalen Tages
der ländlichen Frauen am 15. Oktober fest. Täglich sterben etwa 830
Frauen an Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt. „99
Prozent von ihnen sterben an Ursachen, die mit rechtzeitiger
medizinischer Hilfe vermeidbar wären. Damit ist klar, dass
Müttersterblichkeit direkt mit Armut und Diskriminierung
zusammenhängt“, betont Bayr. ****
Das Modell der drei Verzögerungen erklärt warum. Zuerst kommt es
Verzögerungen, bei der Entscheidung, medizinische Hilfe einzuholen:
„In vielen Ländern haben Frauen einen niedrigeren sozialen Status als
Männer. Medizinische Hilfe ist in vielen Ländern des globalen Südens
sehr teuer und wird möglichst vermieden. Die zweite Verzögerung
betrifft das Erreichen der medizinischen Hilfe. „Vor allem am Land,
ist die nächste Krankenstation meist weit weg oder schwer zu
erreichen. Der Transport ist kompliziert zu organisieren, teuer oder
wegen fehlender Straßen oft unmöglich“, führt Bayr aus. Zur dritten
Verzögerung kommt es, bis die richtige medizinische Betreuung
stattfindet. „Weil die nötigen Medikamente oder das Fachpersonal
nicht gleich vorhanden sind oder Überweisungen nicht gut organisiert
sind“, führt Bayr die Gründe der dritten Verzögerung aus, die sich
für viele Frauen von Land im globalen Süden oft tödlich auswirkt.
„Österreich ist aufgerufen, sich in den Schwerpunktländern der
Entwicklungszusammenarbeit für eine bessere gesundheitliche
Versorgung von Frauen einzusetzen. Diese ist für viele andere
Entwicklungserfolge eine existentielle Grundvoraussetzung“, fordert
Bayr abschließend. (Schluss) up/mp
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