• 14.10.2016, 10:00:03
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  • OTS0041

Strom, Wärme, Verkehr – Gemeinsam oder einsam?

Durch Sektorkopplung den Systemumbau sinnvoll gestalten

DIESE AUSSENDUNG WURDE KORRIGIERT
NEUFASSUNG IN AUSSENDUNG OTS_20161014_OTS0115

Utl.: Durch Sektorkopplung den Systemumbau sinnvoll gestalten =

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       --           Diese Meldung wurde korrigiert.           --
       --    Neufassung in Meldung OTS0115 vom 14.10.2016     --
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Wien (OTS) - Volker Quaschning, Professor für Regenerative
Energiesysteme in Berlin, zeigt bei der Veranstaltungsreihe
'windrichtungen’ der IG Windkraft wie die Energiewende gelingen kann.
„Es braucht einen viel ambitionierteren Ausbau der erneuerbaren
Energien und eine Verschränkung der von Energieerzeugung, Wärme und
Transport zu einem gemeinsamen System. Wir benötigen einen raschen
Ausstieg aus der Kohleverstromung, ein Verbot für Verbrennungsmotoren
und entschiedene Energiespar- und Effizienzmaßnahmen, die den Namen
auch verdienen“ so Quaschning. Angesichts der enorm großen Vorkommen
von Wind- und Sonnenenergie ist ein Systemumbau zu einer effizienten
CO2-neutralen Versorgung möglich. Voraussetzung für diesen Umbau ist
allerdings die Koppelung der Sektoren. Nur durch die gekoppelte
Nutzung aller Sektoren und durch eine systemische Betrachtung kann
das Gesamtpotential möglichst effizient gehoben werden.

Ohne Energiesparen und Effizienzmaßnahmen geht es nicht

Volker Quaschning, Professor für das Fachgebiet Regenerative
Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin,
hat berechnet, dass eine vollständig erneuerbare und effiziente
Energieversorgung in allen Sektoren den Stromverbrauch in Deutschland
nur um den Faktor 2 steigern würde. Ambitionierte
Energiesparmaßnahmen und Effizienzsteigerungen sind dafür allerdings
Voraussetzung. „Die Energiewende ist so mit erneuerbaren Energien
durchaus machbar“, erklärt Quaschning und ergänzt: „Ohne
Energiesparmaßnahmen und Effizienzsteigerungen ist dies bis 2040 aber
nicht zu bewerkstelligen. Zusätzlich ist auch ein Verbot der
Kohleverstromung, das Ende von Benzin- und Dieselmotoren und die
Wärmesanierung von Gebäuden unumgänglich.“ Derzeit werden in
Deutschland rund 15 % des Energieverbrauches durch erneuerbare
Energien gedeckt. „Die derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen
können die Energiewende jedoch nicht schnell genug schaffen“, bemerkt
Quaschning und setzt fort: „Auch in Deutschland braucht es größere
Ambitionen.“

Ausbaugeschwindigkeit erneuerbarer Energien muss stark
gesteigert werden

In Österreich sieht es leider nicht anders aus. „Es braucht rasch
konkrete Maßnahmen, die dem Klimaabkommen von Paris auch gerecht
werden“, bemerkt Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt. Daher muss
auch das Ökostromgesetz die Erneuerbaren vor dem verzerrten
Strommarkt schützen. „Seit drei Jahren wird über die Änderungen
diskutiert. Jetzt scheint endlich Bewegung in die kleine Novelle
gekommen zu sein. Wir erwarten in den nächsten Tagen, dass die
Gesetzesänderung in Begutachtung geschickt wird“, bemerkt Moidl.
Dabei geht es nur darum, den Reformstau beim Ausbau der erneuerbaren
Energien zu beseitigen, damit trotz der offenen politischen
Hausaufgaben rund um den zu niedrigen CO2-Preis und fossile
Überkapazitäten das derzeitige Ausbauniveau gehalten werden kann.
„Das Ökostromgesetz wird zur Nagelprobe der österreichischen Politik
in Sachen Klimaschutz und politischer Kreativität“, so Moidl und
Schneider ergänzt abschließend: „Für das Pariser Klimaabkommen bedarf
es noch viel ambitionierterer Anstrengungen in den verschiedensten
Bereichen. Eine zielorientierte Energie- und Klimastrategie könnte
die Richtung weisen.“

Hintergrundinformationen und Studie:
https://www.igwindkraft.at/?mdoc_id=1033312

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